Jedes Jahr pflanzte mein Sohn Sonnenblumen für seine Zwillingsschwester – eines Morgens fanden wir alle Blumen bis auf eine abgeerntet vor, an der eine kleine weiße Schachtel hing.
Teil 3:
Ich hatte ihn einmal um Lily trauern sehen.
Er war nicht bereit, sie noch einmal zu verlieren.
Ich rief Detective Harris an, denselben Deputy, der sechs Jahre zuvor nach Lily gesucht hatte und inzwischen Sergeant geworden war. Er kam innerhalb einer Stunde zum Bauernhaus. Ich zeigte ihm den Zettel, das Foto, die abgeschnittenen Sonnenblumenstängel und das alte, offen stehende Gartentor.
Die Blumen waren sauber mit der Gartenschere abgeschnitten worden. Reifenspuren zeichneten den feuchten Boden nahe dem Tor ab. Nur noch die Familie und einige wenige alte Nachbarn erinnerten sich daran, dass das Tor direkt zum Sonnenblumenfeld führte.
Niemand war zufällig auf unseren Schmerz gestoßen.
Jemand hatte es untersucht.
Harris sagte mir, ich solle von seinem Telefon aus mit unterdrückter Rufnummer anrufen und den Mann am Reden halten. Das tat ich.
Beim zweiten Klingeln meldete sich dieselbe ruhige Stimme. Er wiederholte die Anweisungen bezüglich vierzigtausend Dollar und des Pine Crest Motels.
Diesmal hörte ich etwas im Hintergrund.
Eine Glocke über einer Tür.
Dann rief eine Frau:
„Bestellung für Ray.“
Als das Gespräch beendet war, sagte Harris:
