Paniermehl sorgt für die knusprige Oberfläche. Für eine feinere Kruste kann normales Paniermehl verwendet werden. Wer es besonders knusprig mag, kann groberes Paniermehl oder Panko verwenden. Auch eine Mischung aus Paniermehl und geriebenem Parmesan ist sehr empfehlenswert.
Getrockneter Thymian passt hervorragend zu Zucchini und Ziegenkäse. Er bringt ein würziges, leicht herbes Aroma in die Panade und macht die Häppchen geschmacklich interessanter.
Chili ist optional, aber eine kleine Prise kann dem Rezept mehr Tiefe geben. Besonders wenn die Häppchen mit einem milden Joghurtdip serviert werden, passt eine dezente Schärfe sehr gut.
Vorbereitung der Zucchini
Waschen Sie die Zucchini gründlich und trocknen Sie sie anschließend mit einem Küchentuch ab. Schneiden Sie die Enden ab und schneiden Sie die Zucchini in gleichmäßige Scheiben von etwa einem Zentimeter Dicke. Die Scheiben sollten nicht zu dünn sein, da sie sonst beim ersten Backen zu weich werden und später schwer zu füllen sind. Zu dick sollten sie aber auch nicht sein, damit sie gut garen und angenehm zu essen bleiben.
Geben Sie die Zucchinischeiben in eine große Schüssel. Beträufeln Sie sie mit Olivenöl und würzen Sie sie mit Paprikapulver, Salz und schwarzem Pfeffer. Vermengen Sie alles vorsichtig mit den Händen oder einem Löffel, bis die Scheiben gleichmäßig mit Öl und Gewürzen bedeckt sind. Achten Sie darauf, die Zucchini nicht zu stark zu drücken, damit die Scheiben nicht brechen.
Heizen Sie den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze oder 180 Grad Umluft vor. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus und verteilen Sie die Zucchinischeiben darauf in einer einzigen Schicht. Die Scheiben sollten nicht übereinanderliegen, damit sie gleichmäßig garen und nicht zu viel Feuchtigkeit stauen.
Backen Sie die Zucchinischeiben etwa 10 bis 12 Minuten vor. Sie sollen etwas weicher werden, aber noch stabil bleiben. Dieser erste Backschritt ist wichtig, weil die Zucchini dadurch bereits gegart wird und später beim zweiten Backen nicht zu viel Wasser verliert. Außerdem intensiviert sich ihr Geschmack.
Nach dem Vorbacken nehmen Sie das Blech aus dem Ofen und lassen die Scheiben einige Minuten abkühlen. Sie sollten noch warm sein, aber nicht so heiß, dass der Käse sofort schmilzt oder die Scheiben beim Zusammensetzen zu weich werden.
Zubereitung der Panade
Während die Zucchini im Ofen ist, können Sie die Panade vorbereiten. Geben Sie das Paniermehl in eine flache Schüssel. Fügen Sie den getrockneten Thymian hinzu. Wer möchte, kann auch etwas Chilipulver oder Cayennepfeffer dazugeben. Für eine intensivere und besonders herzhafte Kruste kann geriebener Parmesan untergemischt werden.
Vermengen Sie die trockenen Zutaten gründlich. Die Panade sollte gleichmäßig gewürzt sein, damit jedes Häppchen später denselben aromatischen Geschmack bekommt.
Verquirlen Sie in einer zweiten Schüssel die Eier, bis Eigelb und Eiweiß vollständig miteinander verbunden sind. Das Ei sollte glatt und leicht schaumig sein. Es hilft dabei, die Panade an den Zucchini-Häppchen zu befestigen.
Vorbereitung des Ziegenkäses
Schneiden Sie den Ziegenkäse in kleine Scheiben oder Stücke. Die Stücke sollten so groß sein, dass sie gut zwischen zwei Zucchinischeiben passen, aber nicht zu sehr über den Rand hinausragen. Wenn zu viel Käse verwendet wird, kann er beim Backen herauslaufen. Ein kleines Stück reicht oft aus, da Ziegenkäse sehr aromatisch ist.
Wenn Sie weichen Ziegenfrischkäse verwenden, können Sie ihn mit einem kleinen Löffel auf eine Zucchinischeibe geben und leicht verstreichen. Bei einer Ziegenkäserolle schneiden Sie einfach dünne Scheiben ab und legen sie zwischen die Zucchini.
Das Zusammensetzen der Häppchen
Nehmen Sie eine vorgebackene Zucchinischeibe und legen Sie ein Stück Ziegenkäse darauf. Setzen Sie eine zweite Zucchinischeibe darauf, sodass ein kleines Sandwich entsteht. Drücken Sie die Scheiben nur ganz leicht zusammen. Der Käse soll eingeschlossen sein, aber die Zucchini darf nicht zerquetscht werden.
Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis alle Scheiben gefüllt sind. Es ist hilfreich, ähnlich große Scheiben miteinander zu kombinieren. So sehen die Häppchen gleichmäßiger aus und garen später besser.
Das Geheimnis der perfekten Panade
Der wichtigste Schritt für eine wirklich knusprige Oberfläche ist das sorgfältige Panieren. Tauchen Sie jedes gefüllte Zucchini-Häppchen zuerst in das verquirlte Ei. Achten Sie darauf, dass alle Seiten leicht bedeckt sind. Lassen Sie überschüssiges Ei kurz abtropfen, damit die Panade nicht zu feucht wird.
Wälzen Sie das Häppchen anschließend in der Paniermehlmischung. Drehen Sie es vorsichtig, bis die Oberfläche rundherum bedeckt ist. Drücken Sie die Panade mit den Fingern leicht an. Genau dieser kleine Schritt sorgt dafür, dass die Kruste beim Backen besser haftet und gleichmäßiger knusprig wird.
Wenn Sie eine besonders dicke Kruste mögen, können Sie den Vorgang wiederholen: zuerst noch einmal kurz ins Ei tauchen, dann erneut in die Panade legen. Dadurch werden die Häppchen noch knuspriger, allerdings auch etwas reichhaltiger.
Zweiter Backgang
Legen Sie die panierten Zucchini-Häppchen mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Der Abstand ist wichtig, damit die heiße Luft gut zirkulieren kann. Wenn die Stücke zu eng liegen, werden sie eher weich als knusprig.
Für eine schönere Bräunung können Sie die Oberfläche ganz leicht mit Olivenöl beträufeln oder mit etwas Öl besprühen. Dadurch wird die Panade goldbrauner und bekommt eine appetitliche Farbe.
Backen Sie die Häppchen im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad Ober- und Unterhitze für etwa 15 bis 20 Minuten. Nach der Hälfte der Zeit können Sie sie vorsichtig wenden, damit beide Seiten knusprig werden. Die genaue Backzeit hängt von der Dicke der Zucchini, der Menge der Panade und dem Ofen ab.
Die Zucchini-Häppchen sind fertig, wenn sie außen goldbraun sind, die Panade trocken und knusprig wirkt und der Käse im Inneren warm und cremig geworden ist. Der Duft von geröstetem Thymian, Paprika und geschmolzenem Ziegenkäse macht schon beim Backen Appetit.
