Der Bergpfad bei Aspen war schmal und tückisch, doch ich hätte nie gedacht, dass die eigentliche Gefahr direkt hinter uns lauerte.
Mein Name ist Margaret Hale.
Ich bin 62 Jahre alt.
Und an dem Tag, als mein eigener Sohn versuchte, mich zu töten, begriff ich, dass es Wunden gibt, die keine Familie überleben kann.
Alles begann mit einer vermeintlichen Versöhnungsreise.
Mein Mann Richard und ich hatten uns monatelang von unserem Sohn Ethan und seiner Frau Laura entfremdet. Streitigkeiten über Geld, Erbschaften und Familienunternehmen hatten unsere Treffen in peinliches Schweigen verwandelt.
Dann schlug Ethan eine Reise in die Berge vor.
„Wir müssen wieder eine Familie sein“, sagte er.
Und ich, naiv wie ich war, wollte ihm glauben.
