Eine Reise in die Berge… und ein Verrat, den ich mir nie hätte vorstellen können
Am Morgen des Unfalls war der Himmel klar. Die kalte Bergluft schien all die Anspannung wegzuspülen, die sich im letzten Jahr angestaut hatte.
Richard ging vor mir.
Ethan und Laura folgten mir.
Ich erinnere mich, dass ich dachte:
„Vielleicht können wir das noch hinkriegen.“
Dann geschah es.
Ich spürte, wie mich zwei Hände brutal von hinten stießen.
Ich hatte nicht einmal Zeit zu schreien.
Ich sah Richard mit mir stürzen, als Felsen und Himmel sich in einem tückischen Strudel vereinten.
Ich schlug mehrmals gegen den Berg, bevor ich auf einem schmalen Felsvorsprung landete, der mit Erde und trockenen Ästen bedeckt war.
Stechende Schmerzen durchfuhren mein Bein.
Der Geschmack von Blut breitete sich in meinem Mund aus.
Nur wenige Zentimeter entfernt lag Richard regungslos da.
Über uns hörten wir eilige Schritte.
Und dann Lauras Stimme:
„Das kann niemand überleben …“
Dann … Stille.
