Wohin mit dem schmutzigen Wischmoppwasser: Toilette oder Badewanne?

2. Der Siphon in der Badewanne: Ablagerungsränder und irreparable Kratzer

Die Badewanne bietet sich scheinbar an, da sie groß ist und sich beim Hineinkippen leicht treffen lässt. Allerdings muss man bedenken, dass eine Badewanne ausschließlich für saubere Körper und fließendes Duschwasser konzipiert wurde, nicht aber für das Auffangen von schmutzigen Böden.

Die Wissenschaft dahinter zeigt deutliche Risiken für das Material: Wischwasser ist nach dem Putzen voll von feinem Schmutz, Haaren, Fusseln und oft auch von aggressiven chemischen Entfettern oder Allzweckreinigern. Schüttet man diese Mischung ungefiltert in die Badewanne, hinterlassen der Schmutz und die chemischen Rückstände einen hartnäckigen, gräulichen Schlammrand auf dem empfindlichen Porzellan oder Acryl, den man im Anschluss wieder mühsam abschrubben muss. Man schafft sich also direkt die nächste Arbeit.

Schlimmer noch ist die mechanische Belastung: Der feine Sand und der scharfe Schmutz im Wasser können unschöne Mikrokratzer in der glänzenden Oberfläche Ihrer Fiberglas- oder Porzellanwanne verursachen. Mit der Zeit und bei regelmäßiger Wiederholung lässt diese unfreiwillige Kratztechnik die Wanne stumpf und matt aussehen. Das erschwert die zukünftige Reinigung massiv, da sich neuer Schmutz in den winzigen Rillen viel leichter festsetzt. Zudem können Haare und grobe Schmutzpartikel leicht den Abflussdeckel passieren und tief im Siphon zu hartnäckigen Verstopfungen führen.

Das Fazit für diesen Bereich: Verzichten Sie konsequent auf die Nutzung der Badewanne, um Ihre schöne und teure Ausstattung langfristig zu schützen und ihren Glanz zu bewahren.

Der wahre Gewinner: Das Spülbecken oder der eigene Garten

Der ideale Ort für das verbrauchte Wischwasser ist ein tiefes Waschbecken oder eine Spüle im Hauswirtschaftsraum, sofern vorhanden. Ein solches Becken ist für gröbere Verschmutzungen ausgelegt, verfügt über einen ausreichend hohen Spritzschutz und besitzt in der Regel ein breites, pflegeleichtes Abflussrohr, das nicht so leicht blockiert.

Es gibt aber auch den altbewährten Trick vom Bauernhof, den schon frühere Generationen erfolgreich genutzt haben: Wenn Sie Ihre Böden mit einem vollkommen natürlichen, umweltfreundlichen Reiniger wischen – zum Beispiel mit einer einfachen Mischung aus warmem Wasser, einem Schuss weißem Essig und einem kleinen Tropfen herkömmlichem Spülmittel –, dann ist der beste Ort für das schmutzige Wasser draußen an der frischen Luft. Schütten Sie es in diesem Fall einfach auf den Rasen, in ein robusteres Blumenbeet oder auf eine Kiesauffahrt. Achten Sie dabei lediglich penibel darauf, dass es nicht direkt in die öffentliche Kanalisation oder in offene Gewässer gelangt. Die Erde filtert die natürlichen Bestandteile auf biologische Weise, und Sie schonen gleichzeitig Ihre empfindlichen Abwasserleitungen im Haus.

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