Es gibt ein ganz besonderes Gefühl der Zufriedenheit, wenn man auf einen frisch gewischten, glänzenden Boden blickt. Das Haus duftet sauber, die Staubflusen sind verschwunden, und die Welt scheint für einen kurzen Moment vollkommen in Ordnung zu sein. Doch dann fällt der Blick auf den Putzeimer, und einem sinkt augenblicklich das Herz. Vor einem türmt sich ein Eimer mit grauem, schmutzigem und trübem Wasser, das all den Dreck der vergangenen Tage in sich trägt. Man trägt ihn mühsam ins Badezimmer und steht plötzlich vor dem großen, scheinbar unlösbaren Dilemma: Soll ich das schmutzige Wasser lieber in die Toilette oder in die Badewanne kippen?
Mit 73 Jahren und als alleinlebender Mensch habe ich im Laufe der Zeit erkannt, dass es oft die kleinen, alltäglichen Aufgaben im Haushalt sind, die uns entweder inneren Frieden schenken oder völlig unnötigen Stress verursachen können. Und glauben Sie mir, mit einem schweren Eimer voll schmutzigen Wassers mitten im Badezimmer zu stehen und sich ununterbrochen Sorgen zu machen, etwas auf die Fliesen zu verschütten, lässt den Blutdruck rasch in die Höhe schnellen! Da ich sehr auf meine Herz-Kreislauf-Gesundheit achte, behalte ich meinen Kreislauf stets genau im Auge, achte auf die frühen Warnzeichen eines Schlaganfalls und versuche, die plötzlichen, unerklärlichen violetten Flecken an meinen Armen rechtzeitig zu verstehen und zu deuten. Deshalb lasse ich mich von der Hausarbeit niemals körperlich überanstrengen oder unnötig stressen.
Also habe ich erst einmal den Wasserkocher angestellt, mir meine Lieblingstasse mit heißem Ingwertee geschnappt und mich ausführlich mit den physikalischen sowie technischen Aspekten des sogenannten Wischwasser-Dilemmas auseinandergesetzt. Schnapp dir also deine Lieblingspantoffeln und lass uns gemeinsam die Wahrheit darüber herausfinden, wo das Schmutzwasser wirklich hingehört, wie du deine wertvollen Badezimmerarmaturen effektiv schützen kannst und welches mein liebstes 3-Zutaten-Rezept für eine erfrischende Abkühlung nach der getanen Hausarbeit ist.
Die große Enthüllung: Toilette vs. Badewanne und die Wissenschaft des Spritzens
Wenn professionelle Reinigungskräfte und erfahrene Installateure dieses Dilemma betrachten, denken sie keineswegs nur daran, wohin das Wasser am schnellsten abfließt. Sie berücksichtigen vor allem die unschönen Spritzbereiche, die unsichtbare Keimverbreitung und mögliche dauerhafte Oberflächenschäden an den Sanitärobjekten. Hier erfährst du im Detail, warum weder die Toilette noch die Badewanne die optimale Wahl für dein altes Putzwasser sind und was du stattdessen tun solltest, um dein Zuhause hygienisch rein zu halten.
1. Der Siphon in der Toilette und die unterschätzte Hygienegefahr
Es erscheint im ersten Moment absolut logisch, das schmutzige Wasser einfach in die Toilette zu gießen, oder? Schließlich gehört der menschliche Abfall dorthin und das Abflussrohr ist entsprechend groß dimensioniert. Aus rein hygienischer Sicht ist diese Vorgehensweise jedoch ein großer und folgenschwerer Fehler, den viele Menschen täglich unbewusst begehen.
Die Wissenschaft dahinter lässt sich leicht erklären: Eine Toilettenschüssel ist verhältnismäßig klein und stark gewölbt. Schüttet man nun einen vollen, schweren Eimer Wasser zügig hinein, entsteht durch den abrupten Aufprall eine riesige, unkontrollierte Spritzzone. Man spritzt bei diesem Vorgang buchstäblich mikroskopisch kleine Tröpfchen von gelöstem Bodenschmutz, Tierhaaren, Hautschuppen und Küchenfett auf den Toilettensitz, den äußeren Rand, den Spülhebel und im schlimmsten Fall sogar auf die direkt daneben stehende Zahnbürste.
Das klare Fazit lautet daher: Vermeiden Sie die Toilette für das Entsorgen von Wischwasser, es sei denn, es handelt sich um einen absoluten Notfall. Und wenn es doch einmal unbedingt sein muss, gießen Sie das schmutzige Wasser extrem langsam und kontrolliert in die gewölbte Rückseite der Schüssel, um die Bildung von Aerosolen und Spritzern so gering wie möglich zu halten.
