Er kann den Körper entspannen.
Er kann bei leichten Verdauungsbeschwerden traditionell genutzt werden.
Er kann als Abendtee Teil einer ruhigen Schlafroutine sein.
Stärkender Kräutersud für äußerliche Anwendungen
Für äußerliche Anwendungen wird oft ein etwas stärkerer Sud hergestellt. Dieser sollte nicht getrunken werden, sondern nur zur Hautpflege oder für Kompressen dienen.
Zutaten:
Zwei Esslöffel getrocknete Euphorbia-hirta-Blätter
Ein halber Liter Wasser
Ein sauberes Tuch oder Wattepads
Zubereitung:
Wasser in einem kleinen Topf erhitzen.
Die getrockneten Blätter hinzufügen.
Die Mischung etwa zehn Minuten leicht köcheln lassen.
Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Durch ein feines Sieb filtern.
Den Sud nur äußerlich verwenden.
Anwendung als Kompresse:
Ein sauberes Tuch in den abgekühlten Sud tauchen.
Das Tuch leicht auswringen.
Auf die betroffene Stelle legen.
Zehn bis fünfzehn Minuten einwirken lassen.
Die Haut anschließend beobachten.
Bei Reizung sofort abwaschen und nicht weiter anwenden.
Anwendung bei unreiner Haut:
Ein Wattepad mit dem abgekühlten Sud befeuchten.
Vorsichtig auf die betroffene Hautstelle tupfen.
Nicht in die Augen bringen.
Nicht auf offene oder stark entzündete Haut auftragen.
Bei Brennen sofort entfernen.
Mögliche Nebenwirkungen
Obwohl Euphorbia hirta traditionell verwendet wird, kann sie Nebenwirkungen hervorrufen. Nicht jeder Mensch verträgt Heilpflanzen gleich gut. Besonders bei falscher Dosierung, längerer Einnahme oder empfindlichem Magen können Beschwerden auftreten.
Mögliche Nebenwirkungen sind:
Übelkeit
Erbrechen
Durchfall
Bauchkrämpfe
Hautreizungen
Juckreiz
Rötungen
Allergische Reaktionen
Schwindel
Unwohlsein
Der milchige Pflanzensaft kann besonders reizend sein. Deshalb sollte direkter Kontakt mit Augen, Mund, Nase und empfindlichen Hautstellen vermieden werden. Nach dem Sammeln oder Verarbeiten der Pflanze sollten die Hände gründlich gewaschen werden.
Vorsichtsmaßnahmen und Kontraindikationen
Euphorbia hirta sollte nicht unbedacht verwendet werden. Besonders bestimmte Personengruppen sollten vorsichtig sein oder ganz darauf verzichten.
Nicht empfohlen ohne ärztlichen Rat bei:
Schwangerschaft
Stillzeit
Kleinen Kindern
Chronischen Erkrankungen
Leber- oder Nierenproblemen
Diabetes
Asthma mit schweren Anfällen
Einnahme von Medikamenten
Bekannten Allergien gegen Wolfsmilchgewächse
Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten vor der Anwendung Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker halten. Pflanzenstoffe können mit Medikamenten interagieren. Das gilt besonders für Medikamente gegen Diabetes, Blutdruck, Entzündungen, Asthma oder Blutgerinnung.
Auch die Qualität der Pflanze spielt eine wichtige Rolle. Wild gesammelte Pflanzen können mit Pestiziden, Abgasen, Schwermetallen oder Schmutz belastet sein, besonders wenn sie an Straßenrändern oder auf behandelten Feldern wachsen. Für medizinische Zwecke sollten nur saubere, sicher bestimmte und unbelastete Pflanzenteile verwendet werden.
Wichtige Hinweise zum Sammeln der Pflanze
Wer Euphorbia hirta selbst sammeln möchte, sollte die Pflanze eindeutig bestimmen können. Eine Verwechslung mit anderen Euphorbia-Arten oder ähnlichen Kräutern ist möglich. Manche verwandte Pflanzen können stärker reizend oder ungeeignet für die Anwendung sein.
Beim Sammeln sollten folgende Punkte beachtet werden:
Nur Pflanzen sammeln, die sicher bestimmt wurden.
Nicht an stark befahrenen Straßen sammeln.
Nicht auf Flächen sammeln, die mit Pestiziden behandelt wurden.
Keine verschimmelten, beschädigten oder verschmutzten Pflanzenteile verwenden.
Beim Schneiden Handschuhe tragen, um Hautkontakt mit dem Milchsaft zu vermeiden.
Die Pflanze vor dem Trocknen gründlich prüfen.
Getrocknete Pflanzenteile dunkel, trocken und sauber lagern.
Bei Unsicherheit ist es besser, auf geprüfte Kräuter aus vertrauenswürdiger Quelle zurückzugreifen.
