In seiner natürlichen Heimat im südlichen Afrika wächst der Geldbaum unter ganz anderen Bedingungen als in unseren Wohnungen. Dort erlebt die Pflanze sonnige Sommer, trockene Perioden und kühlere Winter. Gerade dieser Wechsel der Jahreszeiten löst die Bildung der Blütenknospen aus.
In Innenräumen herrschen dagegen meist das ganze Jahr über ähnliche Temperaturen. Heizungsluft, konstante Wärme und künstliches Licht verhindern häufig, dass die Pflanze erkennt, wann ihre Ruhephase beginnt. Ohne diese natürliche Pause konzentriert sich der Jadebaum ausschließlich auf das Wachstum seiner Blätter und Triebe, anstatt Blüten zu entwickeln.
Deshalb ist es wichtig, die Pflege im Laufe des Jahres an die natürlichen Bedürfnisse der Pflanze anzupassen.
Viel Licht ist der wichtigste Erfolgsfaktor
Der Geldbaum liebt helle Standorte. Je mehr Licht er erhält, desto kompakter wächst er und desto größer sind seine Chancen, Blüten zu bilden.
Ideal ist ein Platz:
- an einem Ost- oder Westfenster,
- in einem hellen Wintergarten,
- auf einer sonnigen Fensterbank,
- oder im Sommer an einem geschützten Platz im Freien.
Direkte Mittagssonne kann an heißen Sommertagen allerdings zu Blattverbrennungen führen, besonders wenn die Pflanze plötzlich intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt wird. Deshalb sollte sie langsam an mehr Sonne gewöhnt werden.
Ein Lichtmangel macht sich häufig durch lange, dünne Triebe, größere Abstände zwischen den Blättern und eine insgesamt schwächere Pflanze bemerkbar.
Der richtige Standort während des Sommers
Während der warmen Monate profitiert der Geldbaum davon, ins Freie gestellt zu werden. Ein geschützter Balkon, eine Terrasse oder ein heller Gartenplatz bieten ideale Bedingungen.
Draußen sorgen frische Luft, natürliche Temperaturunterschiede und intensiveres Tageslicht für ein kräftigeres Wachstum. Wichtig ist jedoch, die Pflanze vor starkem Dauerregen zu schützen, damit keine Staunässe entsteht.
Vor dem ersten Frost sollte der Geldbaum wieder ins Haus geholt werden.
Weniger gießen ist oft mehr
Der Geldbaum gehört zu den Sukkulenten. Seine dicken Blätter speichern Wasser und ermöglichen es der Pflanze, längere Trockenperioden problemlos zu überstehen.
Viele Besitzer meinen es zu gut und gießen deutlich zu häufig. Genau das gehört zu den häufigsten Ursachen für Wurzelfäule.
Die wichtigsten Regeln lauten:
- Erst gießen, wenn die Erde vollständig trocken ist.
- Lieber selten, dafür gründlich gießen.
- Überschüssiges Wasser immer aus dem Untersetzer entfernen.
- Im Winter die Wassergaben deutlich reduzieren.
Im Frühjahr und Sommer genügt häufig ein Gießen alle zwei bis drei Wochen. Während der Winterruhe reicht oftmals ein sehr sparsames Gießen alle vier bis sechs Wochen aus, abhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
Das richtige Pflanzgefäß
Ebenso wichtig wie das Gießen ist die Wahl des passenden Topfes.
Ein Topf mit Abflusslöchern verhindert, dass Wasser im Wurzelbereich stehen bleibt. Besonders gut eignen sich Tontöpfe, da sie überschüssige Feuchtigkeit schneller verdunsten lassen und den Wurzeln eine bessere Belüftung ermöglichen.
Wer einen dekorativen Übertopf verwendet, sollte darauf achten, dass sich darin kein Wasser sammelt.
Die ideale Erde
Normale Blumenerde speichert oft zu viel Feuchtigkeit. Für den Geldbaum eignet sich deshalb eine lockere, durchlässige Mischung.
Empfohlen wird:
- spezielle Kakteenerde,
- Erde für Sukkulenten,
- oder eine Mischung aus Blumenerde, grobem Sand, Bims oder Perlite.
Eine Drainageschicht aus Blähton oder grobem Kies am Topfboden verbessert zusätzlich den Wasserabfluss.
Das eigentliche Geheimnis der Blüte: die Winterruhe
Wer einen blühenden Geldbaum möchte, sollte der Pflanze jedes Jahr eine Ruhephase gönnen.
Ab Herbst wird die Pflege langsam umgestellt.
Dazu gehören:
- deutlich weniger Wasser,
- Temperaturen zwischen 10 und 15 °C,
- weiterhin möglichst viel Tageslicht,
- kein Dünger.
Diese kühlere und trockenere Phase regt die Bildung von Blütenknospen an.
Bleibt der Geldbaum dagegen den ganzen Winter über in einem ständig beheizten Wohnzimmer, bildet er oft keine Blüten.
Richtig düngen
Während der Wachstumsphase benötigt der Jadebaum nur wenige Nährstoffe.
Ein spezieller Dünger für Kakteen oder Sukkulenten reicht völlig aus.
Gedüngt wird:
- einmal monatlich im Frühjahr,
- einmal monatlich im Sommer,
- ab Herbst nicht mehr.
Zu viel Dünger führt häufig zu kräftigem Blattwachstum, hemmt jedoch die Blütenbildung.
Regelmäßiger Rückschnitt
Ein leichter Rückschnitt unterstützt die Entwicklung einer schönen, kompakten Pflanze
