Ein ohrenbetäubender Knall, Schreie, Sirenen – doch was in der Berliner Sommernacht wirklich geschah, erschließt sich erst langsam. Während die Stadt noch unter Schock steht, sichten Ermittler Videos, sprechen mit Zeugen und rekonstruieren die letzten Stunden vor dem Angriff. Fest steht: Die Attacke hat das Selbstverständnis des bunten Straßenfestes erschüttert und eine neue Sicherheitsdebatte ausgelöst.
Das Fest, das zur Schreckenskulisse wurde

Der Christopher Street Day in Berlin gilt seit Jahren als fröhliches Statement für Vielfalt. Hunderttausende säumten am Samstag die Straßen, Musik wummerte, Regenbogenfahnen wehten. Doch kurz nach Einbruch der Dunkelheit verwandelte sich die Jubelparade in ein Szenario des Entsetzens.
Noch herrscht Zurückhaltung bei den Offiziellen, doch erste Ermittlungsdetails deuten auf eine gezielt geplante Tat hin. Ein weißer Transporter raste ungebremst in die Menge, mindestens eine Person starb, fast dreißig Menschen wurden verletzt. Wer hinter dem Steuer saß, war zu diesem Zeitpunkt noch unklar – und genau das schürte die Angst, es könnte weitere Angriffe geben.
