Spurensuche im Schatten extremistischer Ideologien

Binnen Minuten zogen schwer bewaffnete Spezialkräfte durch die Hauptstadt, suchten nach Verdächtigen, sicherten Beweisstücke. Interne Kreise sprechen von Hinweisen auf eine islamistische Radikalisierung, die über Online-Kanäle ihren Lauf nahm.
Experten für Deradikalisierung schlagen Alarm: Immer häufiger glitten Einzelne unbemerkt in einen Sog extremistischer Propaganda, während Familie und Freunde ratlos zurückblieben. So viel scheint klar – der Fahrer war kein Unbekannter für die Sicherheitsbehörden, doch eine lückenlose Überwachung schien rechtlich nicht durchsetzbar.
Hetzjagd, Schüsse, tödlicher Showdown

In der darauffolgenden Nacht durchkämmten Beamte verwahrloste Lauben, Gleisanlagen und Bahnhöfe. Schließlich stießen sie in einer Kleingartenanlage auf den Verdächtigen – eine Begegnung, die in einem Schusswechsel endete. Der Mann erlag noch vor Ort seinen Verletzungen, ein Haftbefehl erübrigte sich.
Trotz der schnellen Festsetzung verflog die Anspannung nicht. Ermittler werten Chatverläufe und Reisemuster aus, um Komplizen auszuschließen. Politiker fordern strengere Gesetze, Verbände warnen vor Schnellschüssen. Währenddessen fragen sich Angehörige der Opfer, wie ein einzelner Fanatiker eine der buntesten Veranstaltungen des Landes ins Elend stürzen konnte.
