Wir hielten vor einem ruhigen Backsteinbürogebäude.
Herr Halston wartete drinnen mit einem bereits vorbereiteten dicken Ordner.
„Erica“, sagte der Anwalt, „alles, was Ryan gleich mitteilen wird, habe ich zweimal überprüft.“
Er schob mir die Mappe zu.
Ich öffnete es und studierte ein juristisches Dokument, das ich kaum verstand, aber derselbe Name tauchte immer wieder auf.
„Das Vertrauen Ihres Vaters“, sagte Mr. Halston sanft und wandte sich Ryan zu. „Würden Sie es ihr bitte erklären?“
Ryan atmete langsam ein.
„Meine Mutter hat das Anwesen nie direkt geerbt“, sagte mein Verlobter. „Mein Vater hat einen Treuhandfonds eingerichtet. Ich bin Alleinerbe, sobald ich 30 bin. Meine Mutter hatte lediglich ein lebenslanges Nutzungsrecht. Vor sechs Monaten hat sich Herr Halston bei mir gemeldet. Laut Treuhandfonds musste er vor meinem Geburtstag handeln. Davon hatte ich noch nie gehört. Meine Mutter hatte mich mein ganzes Leben lang im Glauben gelassen, dass es anders sei.“
Ich blickte abrupt auf.
„Du bist letzten Monat 30 geworden.“
„Das habe ich.“
Im Büro herrschte vollkommene Stille.
