„Ich wollte noch einmal über das Geld sprechen.“
Jake runzelte die Stirn.
„Schon wieder? Alex, das hatten wir doch schon.“
„Ja, aber ich will sichergehen. Warum brauchst du so viel, Jake? Wo geht das alles hin?“
Seine Geduld klang schon gezwungen.
„Das ist alles für uns, Baby. Das weißt du doch. Ich muss Martha von mir fernhalten. Die Anwälte kosten ein Vermögen. Sie will mich bei der Scheidung komplett ausbluten lassen.“
Ich hätte beinahe laut losgelacht.
Glaubst du, ich zerbreche?
Jake, du hast keine Ahnung, wie ruhig ich bin.
Ruhig genug, um zuzusehen, wie alles, was man aufgebaut hat, zusammenbricht.
Alex klopfte leicht mit den Fingernägeln gegen ihr Glas.
„Du verlässt sie also wirklich?“
Jake seufzte dramatisch.
„Natürlich tue ich das. Du musst mir vertrauen, Alex. Ich tue das für uns.“
Alex ließ ihre Serviette zu Boden gleiten.
UNSER SIGNAL.
Ich erhob mich langsam und trat hinter Jake.
„Hallo, Schatz“, sagte ich süßlich, zog die Perücke ab und ließ sie auf den Tisch fallen. „Sieht so aus, als ob dein großer Deal fast abgeschlossen ist, was?“
Jakes Gesicht erbleichte.
„Martha? Was zum Teufel…“
Alex grinste.
„Überraschung, Jake. Sieht so aus, als wären deine Frau und deine Freundin sich endlich mal einig.“
Jake zwang sich zu einem Lachen, doch es klang hohl.
„Ihr wart beide bereit, mir euer Geld zu geben. Wer ist hier der Narr?“
Alex hob eine Augenbraue.
„Oh, von mir bekommst du jetzt keinen Cent mehr. Nicht nach dem, was passiert ist.“
„Na gut. Lass es. Aber Martha hat mir sowieso schon alles verkabelt. Du solltest dir ein Beispiel an ihr nehmen. Loyalität bis zum Schluss.“
Ich beugte mich näher.
„Nein, Jake. Ich habe dir keinen Cent geschickt. Ein Anruf von Alex hat mich gerettet. Erinnerst du dich, als du dein Handy zu Hause vergessen hast? Sei nächstes Mal vorsichtiger, wenn du mit zwei Frauen gleichzeitig spielst.“
Jake öffnete den Mund, brachte aber kein einziges Wort heraus.
Ich trat zurück, zog einen Dollar aus meiner Handtasche und warf ihn auf den Tisch.
„Genießen Sie das Abendessen, Liebling. Ich bezahle, was Sie verdienen.“
Alex packte ihren Mantel.
„Wir holen uns Pizza. Richtiges Essen – günstig und ehrlich.“
Gemeinsam gingen wir weg, während Jake hinter uns saß und hilflos stammelte.
Draußen stieß Alex mich sanft mit der Schulter an.
„Also. Hättest du jemals gedacht, dass wir hier landen würden?“
„Nicht ein einziges Mal. Aber ich sage Ihnen was – wenn Sie jemals wieder einen Komplizen brauchen, rufen Sie mich an.“
Sie lachte und warf den Kopf zurück.
„Abgemacht. Aber zuerst – noch etwas Käse?“
„Extra Käse. Und vielleicht noch ein Getränk extra.“
Wir gingen Seite an Seite die Straße entlang – zwei Frauen, die schon viel zu viel geopfert hatten und sich schließlich weigerten, noch mehr zu verlieren.
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