Dieser Schritt ist sehr wichtig, weil er die Bitterkeit der Zitronenschalen reduziert. Gleichzeitig werden die Schalen etwas weicher, wodurch sie später beim Kochen angenehmer zart werden.
Erste Kochphase
Am nächsten Tag werden die eingeweichten Zitronenscheiben abgetropft. Geben Sie die Zitronen anschließend mit 1 Liter frischem Wasser in einen großen Topf. Verwenden Sie am besten einen breiten Topf mit dickem Boden, damit die Marmelade gleichmäßig kochen kann und nicht zu schnell am Boden ansetzt.
Bringen Sie die Mischung zum Kochen. Sobald das Wasser kocht, reduzieren Sie die Hitze und lassen Sie die Zitronen etwa 40 Minuten sanft köcheln. In dieser Zeit werden die Schalen weich und geben ihr intensives Aroma an die Flüssigkeit ab. Die Küche füllt sich dabei mit einem frischen, sonnigen Zitronenduft.
Rühren Sie gelegentlich um und achten Sie darauf, dass genügend Flüssigkeit im Topf bleibt. Die Zitronen sollen weich werden, aber nicht trocken kochen.
Zucker hinzufügen
Nach der ersten Kochphase wird der Kristallzucker hinzugefügt. Geben Sie die 800 g Zucker in den Topf und rühren Sie gründlich um, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Erst wenn keine Zuckerkristalle mehr sichtbar sind, sollte die Marmelade weiter eingekocht werden.
Lassen Sie die Mischung nun weitere 40 bis 50 Minuten sanft kochen. Rühren Sie regelmäßig um, besonders gegen Ende der Kochzeit. Je länger die Marmelade kocht, desto mehr dickt sie ein. Die Farbe verändert sich langsam zu einem schönen, warmen Goldgelb, und die Konsistenz wird glänzender und dichter.
Wichtig ist, die Marmelade nicht zu stark sprudelnd kochen zu lassen. Eine mittlere bis niedrige Hitze ist ideal, damit die Aromen erhalten bleiben und die Marmelade nicht karamellisiert oder anbrennt.
Die richtige Konsistenz erkennen
Um zu prüfen, ob die Zitronenmarmelade fertig ist, eignet sich die klassische Tellerprobe. Stellen Sie vor dem Kochen einen kleinen Teller in den Kühlschrank. Wenn Sie testen möchten, ob die Marmelade geliert, geben Sie einen kleinen Tropfen auf den kalten Teller.
Warten Sie kurz und halten Sie den Teller dann leicht schräg. Wenn der Tropfen nur langsam verläuft und leicht fest wird, ist die Marmelade fertig. Wenn sie noch sehr flüssig ist, kochen Sie sie weitere 5 bis 10 Minuten und wiederholen Sie die Probe.
Beachten Sie, dass Marmelade beim Abkühlen noch fester wird. Sie sollte im heißen Zustand daher nicht zu dick wirken. Eine leicht fließende, glänzende Konsistenz ist genau richtig.
Gläser vorbereiten
Damit die Marmelade lange haltbar bleibt, müssen die Gläser sorgfältig sterilisiert werden. Spülen Sie Gläser und Deckel gründlich mit heißem Wasser aus. Anschließend können Sie sie einige Minuten in kochendem Wasser sterilisieren oder im Backofen erhitzen. Die Gläser sollten sauber, heiß und trocken sein, bevor die Marmelade eingefüllt wird.
Verwenden Sie am besten Schraubgläser mit gut schließenden Deckeln. Beschädigte Deckel oder Gläser mit kleinen Rissen sollten nicht verwendet werden, da sie die Haltbarkeit beeinträchtigen können.
Marmelade einfüllen
Füllen Sie die heiße Zitronenmarmelade vorsichtig in die vorbereiteten Gläser. Arbeiten Sie dabei sauber und zügig. Ein Marmeladentrichter kann helfen, den Rand der Gläser sauber zu halten. Füllen Sie die Gläser möglichst bis knapp unter den Rand.
Verschließen Sie die Gläser sofort fest mit den Deckeln. Stellen Sie sie anschließend für etwa 5 Minuten auf den Kopf. Danach drehen Sie die Gläser wieder um und lassen sie vollständig abkühlen. Während des Abkühlens bildet sich im Idealfall ein Vakuum, das die Marmelade länger haltbar macht.
Geschmack und Ergebnis
Die fertige Zitronenmarmelade hat eine glatte, glänzende und leicht zartschmelzende Konsistenz. Ihr Aroma ist intensiv, frisch und ausgewogen. Die Süße des Zuckers verbindet sich mit der natürlichen Säure der Zitronen und der feinen herben Note der Schale.
Sie schmeckt besonders gut auf frisch geröstetem Toast, Brötchen, Croissants oder selbst gebackenem Brot. Auch zu Joghurt, Quark, Pfannkuchen, Waffeln oder Käsekuchen passt sie hervorragend. Ein kleiner Löffel Zitronenmarmelade kann außerdem Desserts, Cremes und Kuchenfüllungen verfeinern.
Küchengeheimnisse für besonders gute Zitronenmarmelade
