Verstopftes Ohr: Wann Vorsicht geboten ist – laut Professor Leone Giordano
Das Gefühl eines verstopften Ohrs ist weit verbreitet und in den meisten Fällen besonders lästig, da es die Wahrnehmung von Geräuschen beeinträchtigt und ein kaum zu ignorierendes Druckgefühl im Ohr erzeugt. Oft wird es als gedämpftes Hören beschrieben, ähnlich wie unter Wasser, und kann plötzlich auftreten oder sich allmählich entwickeln. Es handelt sich nicht um eine eigenständige Krankheit, sondern um ein Symptom mit vielfältigen Ursachen. Professor Leone Giordano, Leiter der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Universitätsprofessor, erklärte gegenüber GruppoSanDonato.it, wann Anlass zur Sorge besteht und wie man das Gefühl richtig behandelt.
Wann Vorsicht geboten ist
Hält das Gefühl länger als zwei bis drei Wochen an, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam, insbesondere wenn nur ein Ohr betroffen ist. Auch Begleitsymptome wie anhaltender Hörverlust, ungelöster Druck im Ohr oder Phänomene wie Autophonie sollten Anlass für eine Untersuchung geben. Ein weiteres Warnzeichen ist, wenn die Beschwerden nach einer Erkältung oder Nasennebenhöhlenentzündung nicht abklingen oder ohne erkennbare Ursache auftreten. Besondere Aufmerksamkeit ist geboten, wenn das Druckgefühl von Schwindel, Gangunsicherheit, Übelkeit oder Ohrensausen begleitet wird: In diesen Fällen kann das Innenohr betroffen sein. Bei Kindern bleibt ein anhaltender Druck im Ohr oft unbemerkt, kann aber Auswirkungen auf die Sprachentwicklung und das Lernen haben, insbesondere in Verbindung mit Erkrankungen wie vergrößerten Rachenmandeln.
Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten
