Die beste Freundin meiner Tochter nähte ihr ein Ballkleid, nachdem uns alle Geschäfte gesagt hatten, sie sei zu groß für ein schönes Kleid; was sie dann auf dem Ball tat, verschlug allen die Sprache.

Die drei Punkte erschienen und verschwanden dann wieder – für eine lange Zeit. Ich saß auf seinem Teppich und beobachtete sie. Ich fragte mich, was er wohl mit einer Liste von Gemeinheiten anfangen würde, weniger als zwei Wochen vor dem Abschlussball. Vielleicht würde er sie verbrennen. Sie lesen und weinen. Ich hatte sie nicht mit einem Plan geschickt. Ich hatte sie geschickt, weil ich sie nicht allein ertragen konnte.

Als seine Antwort endlich kam, war es nur ein Satz. Einiges davon kannte ich schon. Danke für den Rest.

Kleider

Dann, eine Minute später: Ich weiß, was ich damit mache.

Ich starrte auf diese zweite Nachricht, bis der Bildschirm schwarz wurde. Natürlich wusste er es. Ich war schon immer seine beste Freundin gewesen. Ich hatte die Flure gesehen, von denen ich nur geflüstert hatte. Ich hatte bereits das Grundgerüst des  Kleides entworfen. Jetzt hatte ich sein Herz gefunden.

Am Morgen des sechsten Tages machte ich den Fehler, von der Küche aus im Schuhgeschäft anzurufen.

„Größe 38, elfenbeinfarben, niedriger Absatz“, sagte ich ins Telefon. „Für den Abschlussball, ja.“

Als ich mich umdrehte, stand Hazel in der  Tür.

„Was machst du da?“

„Hazel –“

„Ich hab dir doch gesagt, du sollst aufhören.“ Ihre Stimme überschlug sich. „Hab ich doch gesagt. Warum hörst du mir nicht zu?“

„Schatz –“

„Du versuchst immer wieder, mich zu der Person zurückzuholen, die ich mal war. Sie ist weg, Mom. Sie ist mit Mason gestorben. Warum kannst du das nicht akzeptieren?“

„Weil ich dich auch so liebe, wie du jetzt bist“, sagte ich mit zitternder Stimme. „Ich will dich in dieser Küche. Ich will dich in diesem Sweatshirt. Ich will nur, dass du diese eine Nacht hier hast.“

„Für wen?“, schrie sie. „Für dich? Für ihn?“

Sie knallte die Tür so heftig zu, dass die Bilderrahmen klapperten.

Ich stand da, das Handy noch in der Hand.

Ich hätte Eli am liebsten sofort angerufen. Ich wäre beinahe über den Rasen gerannt und hätte ihr gesagt, sie solle die Nadel weglegen, dass ich einen Fehler gemacht hätte und es mir leid täte wegen ihrer Finger.

Stattdessen ging ich zu Fuß.

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