Cremiges Fruchtdessert mit Agar-Agar, Milch und Kondensmilch

Apfel vorbereiten
Den Apfel waschen, schälen und vierteln. Das Kerngehäuse vollständig entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden.

Damit die Apfelstücke nicht braun werden, können sie sofort mit einem kleinen Teil des Grapefruitsaftes vermischt werden. Der Saft sorgt nicht nur für Frische, sondern hilft auch dabei, die helle Farbe des Apfels länger zu erhalten.

Ein süß-säuerlicher Apfel eignet sich besonders gut, da er einen angenehmen Kontrast zur süßen Kondensmilch bildet.

Banane schneiden
Die Banane erst kurz vor dem Vermengen schälen und in nicht zu dünne Scheiben schneiden.

Zu dünne Bananenscheiben werden schnell weich und können beim Rühren zerfallen. Etwas dickere Scheiben bleiben im fertigen Dessert besser sichtbar.

Auch die Banane kann mit wenigen Tropfen Grapefruitsaft beträufelt werden, damit sie nicht so schnell braun wird.

Agar-Agar vorbereiten
8 g Agar-Agar mit 50 ml kaltem Wasser in einer kleinen Schüssel oder direkt in einem kleinen Topf gründlich verrühren.

Die Mischung etwa zwei bis drei Minuten stehen lassen. Dadurch kann sich das Pulver gleichmäßig mit dem Wasser verbinden und später leichter auflösen.

Anschließend die Agar-Agar-Mischung bei mittlerer Hitze erwärmen. Dabei ständig mit einem Schneebesen oder Löffel rühren, damit sich keine Klümpchen bilden und nichts am Topfboden ansetzt.

Sobald die Flüssigkeit kocht, muss sie je nach Herstellerangabe etwa ein bis zwei Minuten sprudelnd gekocht werden. Dieser Schritt ist wichtig, denn Agar-Agar entwickelt seine Gelierkraft erst durch ausreichendes Erhitzen.

Die genaue Kochzeit kann je nach Produkt leicht variieren. Deshalb sollte zusätzlich die Anleitung auf der Verpackung beachtet werden.

Nach dem Kochen sollte die Agar-Agar-Mischung klar oder gleichmäßig gelöst aussehen. Sie darf nicht nur eingeweicht, sondern muss tatsächlich aufgekocht werden.

Milchmischung zubereiten
350 ml Milch in einen mittelgroßen Topf geben und bei mittlerer Hitze langsam erwärmen.

Die Milch sollte heiß werden, aber zunächst nicht stark überkochen. Regelmäßiges Rühren verhindert, dass sie am Boden anbrennt oder sich eine Haut bildet.

Anschließend 200 g gezuckerte Kondensmilch hinzufügen. Beide Zutaten mit einem Schneebesen gründlich verrühren.

Die Mischung etwa ein bis zwei Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen. Sie sollte gleichmäßig heiß und vollständig verbunden sein.

Wer den Vanillegeschmack verstärken möchte, kann jetzt etwas Vanilleextrakt oder ein Päckchen Vanillezucker hinzufügen. Zusätzlicher Zucker ist normalerweise nicht erforderlich, da die Kondensmilch bereits sehr süß ist.

Agar-Agar mit der Milchmischung verbinden
Die heiße und vollständig aufgelöste Agar-Agar-Mischung langsam zur warmen Milchmischung gießen.

Währenddessen ununterbrochen mit einem Schneebesen rühren, damit sich das Agar-Agar gleichmäßig verteilt. Die Mischung anschließend noch einmal kurz erhitzen und etwa eine Minute unter Rühren köcheln lassen.

Dieser Schritt sorgt dafür, dass sich das Geliermittel gleichmäßig in der gesamten Creme verteilt und das Dessert später zuverlässig fest wird.

Danach den Topf vom Herd nehmen.

Saure Sahne oder Joghurt hinzufügen
Die saure Sahne oder den Joghurt vorher aus dem Kühlschrank nehmen und möglichst auf Zimmertemperatur bringen. Sehr kalte Milchprodukte können in einer heißen Mischung leichter ausflocken.

200 g saure Sahne oder Naturjoghurt zunächst in einer separaten Schüssel glatt rühren.

Einige Esslöffel der warmen Milchmischung zur sauren Sahne oder zum Joghurt geben und gründlich verrühren. Dadurch wird das Milchprodukt langsam an die Temperatur angeglichen.

Anschließend diese Mischung in den Topf geben und mit dem Schneebesen sorgfältig unterrühren, bis eine glatte, gleichmäßige Creme entstanden ist.

Die Masse sollte danach nicht mehr lange gekocht werden. Es reicht aus, sie gründlich zu vermischen.

Saure Sahne ergibt eine reichhaltigere und vollmundigere Creme. Naturjoghurt macht das Dessert etwas leichter und frischer. Griechischer Joghurt sorgt für eine besonders cremige und feste Konsistenz.

Grapefruitsaft einarbeiten
Den Grapefruitsaft langsam in die Milchcreme einrühren.

Es empfiehlt sich, zunächst nur etwa 50 ml zu verwenden und die Mischung abzuschmecken. Je nach gewünschter Intensität können anschließend noch einige Esslöffel hinzugefügt werden.

Der Saft sollte nicht eiskalt sein, da ein großer Temperaturunterschied die Konsistenz der Milchprodukte beeinträchtigen kann.

Wer den leicht bitteren Geschmack von Grapefruit nicht mag, kann stattdessen milden Orangensaft oder Mandarinensaft verwenden.

Früchte unterheben
Die vorbereiteten Mandarinen, Kiwi, Kaki, Apfelwürfel und Bananenscheiben in eine große Schüssel geben.

Die Früchte vorsichtig vermischen, damit besonders die Banane und die Kaki nicht zerdrückt werden.

Nun die Früchte zügig in die noch warme Milchcreme geben und vorsichtig unterheben. Hierbei sollte nicht zu lange gerührt werden, da Agar-Agar beim Abkühlen schnell zu gelieren beginnt.

Wichtig ist, dass die Fruchtstücke möglichst gleichmäßig in der Creme verteilt sind.

Im ursprünglichen Rezept werden an einer Stelle Beeren erwähnt. Gemeint sind jedoch die vorbereiteten Früchte. Nach Wunsch können selbstverständlich zusätzlich Himbeeren, Heidelbeeren oder Erdbeerstücke hinzugefügt werden.

Dessert in die Form füllen
Die vorbereitete Form auf eine feste, gerade Unterlage stellen.

Die Fruchtcreme langsam in die Form gießen. Dabei darauf achten, dass die Fruchtstücke nicht nur am Boden oder an einer Seite liegen.

Falls nötig, die Früchte mit einem Löffel vorsichtig verteilen.

Die Form anschließend mehrmals leicht auf die Arbeitsfläche klopfen. Dadurch können eingeschlossene Luftblasen nach oben steigen und die Oberfläche wird gleichmäßiger.

Die Oberfläche mit einem Löffel oder Teigschaber glatt streichen.

Dessert fest werden lassen
Das Dessert zunächst etwa 20 bis 30 Minuten bei Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Sobald die Form nicht mehr heiß ist, kann sie in den Kühlschrank gestellt werden.

Das Fruchtdessert sollte mindestens drei bis vier Stunden gekühlt werden. Für ein besonders stabiles Ergebnis empfiehlt es sich, das Dessert über Nacht im Kühlschrank fest werden zu lassen.

Agar-Agar wird bereits bei vergleichsweise hohen Temperaturen fest. Trotzdem verbessert eine längere Kühlzeit die Konsistenz und sorgt dafür, dass sich das Dessert sauber schneiden lässt.

Dessert aus der Form lösen
Das vollständig gekühlte Dessert aus dem Kühlschrank nehmen.

Mit einem dünnen Messer vorsichtig am Rand der Form entlangfahren. Bei einer Silikonform genügt es häufig, den Rand leicht nach außen zu ziehen.

Einen großen Servierteller auf die Form legen. Beides festhalten und gemeinsam umdrehen.

Die Form langsam anheben. Falls sich das Dessert nicht sofort löst, kann die Außenseite der Form für wenige Sekunden mit einem warmen Tuch bedeckt werden.

Die Form sollte jedoch nicht lange in heißes Wasser gestellt werden, da die äußere Schicht sonst zu weich werden kann.

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