Bei Temperaturen um die 30 Grad suchen viele Niederländer Abkühlung an Badeseen. Experten warnen jedoch davor, einfach überall ins Wasser zu springen. An Dutzenden Badestellen in den Niederlanden gelten derzeit Warnungen wegen schlechter Wasserqualität, Blaualgenbefall und anderer Gesundheitsrisiken.
Die Zahl der Problemstellen hat seit Beginn der Badesaison deutlich zugenommen. Insbesondere das warme Wetter bietet Bakterien und Blaualgen optimale Bedingungen zur schnellen Ausbreitung.
Immer mehr Warnungen
Wer diese Woche in natürlichen Gewässern Abkühlung sucht, sollte sich vorher unbedingt über die Badebedingungen informieren.
Vom Baden wird an verschiedenen Orten in den Niederlanden abgeraten, da ein erhöhtes Risiko für Magen-Darm-Probleme, Hautreizungen und andere gesundheitliche Beschwerden besteht. An manchen Orten gilt sogar ein komplettes Badeverbot.
Blaualgen verursachen Probleme
Einer der Hauptverursacher sind Blaualgen. Diese bakterienähnlichen Organismen vermehren sich in warmen und sonnigen Perioden besonders schnell.
Der Kontakt mit verunreinigtem Wasser kann zu Hautausschlägen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Magenbeschwerden sowie Reizungen der Augen und Ohren führen. Besonders Kinder und Haustiere sind gefährdet.
Blaualgenbefall wurde derzeit unter anderem in Teilen von Drenthe, Friesland, Nordholland und Südholland gemeldet.
Auch Gelderland und Nordholland sind betroffen. In Gelderland gelten an mehreren Orten Warnungen. Im Ferienpark De Betteld herrscht aufgrund der schlechten Wasserqualität sogar ein vollständiges Badeverbot.
Auch in Nordholland gibt es zahlreiche Problemstellen. Dort wurden unter anderem Warnungen vor Badegewässern in Spaarnwoude, Kudelstaart, Zwaansmeer und Teilen des Haarlemmermeerse Bos ausgesprochen.
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