Ein Arzt sagt, dass geschwollene Knöchel bei heißem Wetter fast immer auf dieselben drei Ursachen zurückzuführen sind.

Manchmal ist nicht nur die Hitze die Ursache. Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen, Durchblutungsstörungen und periphere Gefäßerkrankungen können Knöchelschwellungen verstärken. Auch bestimmte Medikamente können dazu beitragen – Blutdrucksenkende Mittel wie Amlodipin (Handelsname Norvasc) sind ein häufig genanntes Beispiel. Man sollte nicht automatisch davon ausgehen, dass jede Knöchelschwellung allein auf die Sommerhitze zurückzuführen ist.

Ein Hinweis zu Elektrolyten: Vermehrtes Schwitzen bei heißem Wetter führt zu einem Verlust von Natrium sowie anderer Elektrolyte wie Kalium und Magnesium, was die Situation verschlimmert. Für die meisten Menschen mit normaler Nierenfunktion ist eine ausreichende Salzzufuhr bei heißem Wetter sogar wichtig und sollte nicht stark eingeschränkt werden. Dies gilt jedoch nicht für Menschen mit bestimmten Erkrankungen – Personen mit Nierenerkrankungen, Herzinsuffizienz oder Erkrankungen, die den Natriumspiegel beeinflussen, sollten sich an die spezifischen Empfehlungen ihres Arztes halten und nicht an allgemeine Ratschläge.

Wann Schwellungen nur durch Hitze verursacht werden und wann Anlass zur Sorge besteht
Schwellungen durch Hitze betreffen typischerweise beide Beine und Knöchel gleichermaßen, klingen meist über Nacht ab, sind nicht besonders schmerzhaft und gehen in der Regel nicht mit Rötungen einher.

Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn eines der folgenden Symptome zutrifft: Ein Bein ist deutlich stärker geschwollen als das andere, die betroffene Stelle ist schmerzhaft, gerötet oder fühlt sich warm an, oder die Schwellung wird von Brustschmerzen, Atemnot oder Herzklopfen begleitet. Dies können Anzeichen für eine Erkrankung wie ein Blutgerinnsel sein, insbesondere wenn Sie sich längere Zeit kaum bewegt haben, und erfordern eine dringende Untersuchung – oft mittels Ultraschall oder Computertomographie (CT) in einer Notfallambulanz oder Notaufnahme.

Praktische Tipps gegen hitzebedingte Schwellungen
Vermeiden Sie langes Sitzen und bleiben Sie den ganzen Tag in Bewegung. Trinken Sie ausreichend Wasser, idealerweise mehrere Gläser täglich, an sehr heißen Tagen oder bei starkem Schwitzen bis zu 10–15. Achten Sie neben der Flüssigkeitszufuhr auch auf eine ausreichende Elektrolytzufuhr. Vermeiden Sie langes Stehen. Lagern Sie Ihre Beine nach Möglichkeit kurzzeitig über Herzhöhe. Tragen Sie lockere Kleidung und vermeiden Sie zu enge Socken oder Hosen. Fragen Sie Ihren Arzt nach Kompressionsstrümpfen; viele Menschen empfinden sie als hilfreich.
Häufig gestellte Fragen
Sind Knöchelschwellungen im Sommer immer harmlos?
Meistens ja, aber nicht immer. Hitzebedingte Schwellungen betreffen in der Regel beide Beine gleichmäßig, sind nicht schmerzhaft und klingen über Nacht ab. Einseitige, schmerzhafte, rote oder warme Schwellungen sind anders und sollten umgehend untersucht werden, da sie beispielsweise auf ein Blutgerinnsel hindeuten können.

Warum verschlimmern sich Schwellungen im Laufe des Tages?

Die Schwerkraft spielt eine Rolle: Da Füße und Knöchel der tiefste Punkt des Körpers sind, sammelt sich dort im Laufe des Tages Flüssigkeit an. Deshalb sind Schwellungen abends meist deutlicher sichtbar als morgens.

Sollte ich weniger Salz zu mir nehmen, wenn meine Knöchel geschwollen sind? Nicht unbedingt, für die meisten Menschen mit normaler Nierenfunktion – auch Schwitzen führt zu Natriumverlust. Personen mit Nierenerkrankungen, Herzinsuffizienz oder Erkrankungen, die den Natriumspiegel beeinflussen, sollten jedoch die spezifischen Anweisungen ihres Arztes befolgen und nicht allgemeine Ratschläge.

Wie kann man Schwellungen am schnellsten reduzieren, wenn sie nur durch Hitze verursacht werden? Das Hochlagern der Beine für etwa 20 Minuten über Herzhöhe und regelmäßige Bewegung über den Tag verteilt, um die Wadenmuskulatur zu aktivieren, sind die beiden effektivsten einfachen Maßnahmen.

Checkliste für den Schnellstart
☐ Bewegen Sie sich mindestens einmal pro Stunde, auch drinnen.
☐ Lagern Sie Ihre Beine nach Möglichkeit 20 Minuten lang über Herzhöhe.
☐ Trinken Sie ausreichend Wasser und Elektrolyte, besonders an heißen Tagen.
☐ Tragen Sie lockere Kleidung und vermeiden Sie enge Socken oder Hosen.
☐ Fragen Sie Ihren Arzt nach Kompressionsstrümpfen.
☐ Suchen Sie einen Arzt auf, wenn die Schwellung einseitig, schmerzhaft, gerötet oder warm ist oder mit Brustschmerzen oder Atemnot einhergeht.
Quelle: Dr. Suneel Dhand

Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient nur allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Schwellungen mit Schmerzen, Rötung, Wärme, wenn ein Bein deutlich stärker betroffen ist als das andere oder wenn die Schwellung mit Brustschmerzen, Atemnot oder Herzklopfen einhergeht, suchen Sie umgehend einen Arzt auf.

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