Schmorbraten aus dem Slow Cooker mit Kartoffelpüree und Mais ist ein klassisches Wohlfühlgericht, das besonders an kühlen Tagen, für ein gemütliches Familienessen oder für ein entspanntes Sonntagsessen hervorragend passt. Dieses Gericht verbindet zart geschmortes Rindfleisch, cremiges Kartoffelpüree, milden Buttermais und eine kräftige, aromatische Sauce zu einer vollständigen Mahlzeit, die sättigt und gleichzeitig wunderbar hausgemacht schmeckt.
Der große Vorteil dieses Rezepts liegt in der Zubereitung im Slow Cooker. Das Fleisch gart langsam und schonend über mehrere Stunden, wodurch es besonders weich, saftig und aromatisch wird. Während der Braten im Slow Cooker vor sich hin schmort, entwickeln sich die Aromen von Zwiebeln, Knoblauch, Rinderbrühe, Tomatenmark, Kräutern und Worcestershiresauce zu einer tiefen, würzigen Sauce. Am Ende lässt sich das Fleisch mühelos mit zwei Gabeln zerteilen und wird zusammen mit cremigem Kartoffelpüree und süßlichem Mais serviert.
Dieses Rezept ist ideal, wenn man ein herzhaftes Essen vorbereiten möchte, ohne den ganzen Tag in der Küche stehen zu müssen. Nach dem kurzen Anbraten übernimmt der Slow Cooker den größten Teil der Arbeit. Das Ergebnis ist ein Gericht, das nach traditioneller Hausmannskost schmeckt und dennoch einfach zuzubereiten ist.
Zutaten für den Schmorbraten
3 Pfund Rinderbrust
1 Esslöffel Olivenöl
Salz und Pfeffer nach Geschmack
1 große Zwiebel, in Scheiben geschnitten
4 Knoblauchzehen, gehackt
2 Tassen Rinderbrühe
2 Esslöffel Tomatenmark
2 Esslöffel Worcestershiresauce, halal oder alternativ Sojasauce
1 Teelöffel getrockneter Thymian
1 Teelöffel getrockneter Rosmarin
2 Esslöffel Maisstärke
2 Esslöffel Wasser
Frische Petersilie, gehackt, optional zum Garnieren
Zutaten für das Kartoffelpüree
2 Pfund mehligkochende Kartoffeln, geschält und gewürfelt
1/2 Tasse Milch oder eine milchfreie Alternative
4 Esslöffel Butter oder pflanzliche Alternative
Salz und Pfeffer nach Geschmack
Zutaten für den Mais
2 Tassen Maiskörner, frisch, aus der Dose oder gefroren
1 Esslöffel Butter
Eine Prise Salz
Vorbereitungszeit
Etwa 20 Minuten
Garzeit
Etwa 8 Stunden
Gesamtzeit
Etwa 8 Stunden und 20 Minuten
Portionen
6 Portionen
Kalorien
Etwa 570 kcal pro Portion, je nach verwendeten Zutaten und Portionsgröße
Warum dieses Gericht so besonders ist
Ein guter Schmorbraten lebt von Zeit, Geduld und kräftigen Aromen. Genau deshalb eignet sich der Slow Cooker so gut für dieses Rezept. Das Fleisch wird nicht schnell bei hoher Hitze gegart, sondern langsam bei niedriger Temperatur. Dadurch kann das Bindegewebe im Fleisch sanft weich werden, und die Rinderbrust bekommt eine besonders zarte Konsistenz.
Rinderbrust ist ein Fleischstück, das von Natur aus kräftig im Geschmack ist. Es braucht jedoch eine längere Garzeit, damit es wirklich weich wird. Im Slow Cooker gelingt das besonders zuverlässig. Die Flüssigkeit im Topf sorgt dafür, dass das Fleisch nicht austrocknet, sondern saftig bleibt und gleichzeitig die Gewürze und Kräuter aufnimmt.
Das Kartoffelpüree ergänzt den Braten perfekt, weil es die Sauce wunderbar aufnimmt. Es ist mild, cremig und macht das Gericht besonders sättigend. Der Mais bringt eine leichte Süße und eine angenehme Textur auf den Teller. Zusammen entsteht ein ausgewogenes Gericht mit Fleisch, Sauce, Beilage und Gemüse.
Zubereitung
Zuerst wird die Rinderbrust vorbereitet. Das Fleisch sollte vor dem Anbraten möglichst mit Küchenpapier trocken getupft werden. Dadurch bräunt es in der Pfanne besser und bekommt eine schönere Kruste. Anschließend wird der Braten von beiden Seiten großzügig mit Salz und Pfeffer gewürzt. Man sollte hier nicht zu sparsam sein, da ein großes Stück Fleisch ausreichend Würze braucht.
In einer großen Pfanne wird das Olivenöl bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzt. Sobald das Öl heiß ist, wird die Rinderbrust hineingelegt und von allen Seiten scharf angebraten. Dieser Schritt ist wichtig, weil sich dabei Röstaromen bilden, die später der Sauce mehr Tiefe und Geschmack geben. Jede Seite sollte etwa 4 Minuten gebraten werden, bis sie gut gebräunt ist.
Nach dem Anbraten wird das Fleisch in den Slow Cooker gelegt. Die in Scheiben geschnittene Zwiebel und der gehackte Knoblauch werden direkt über das Fleisch gegeben. Während des langen Garens werden die Zwiebeln weich und süßlich, während der Knoblauch sein Aroma an die Sauce abgibt.
In einer kleinen Schüssel werden Rinderbrühe, Tomatenmark, Worcestershiresauce, Thymian und Rosmarin gut miteinander verrührt. Das Tomatenmark sorgt für eine leichte Säure und einen kräftigen Geschmack, während die Worcestershiresauce oder Sojasauce zusätzliche Würze bringt. Thymian und Rosmarin geben dem Gericht eine klassische, herzhafte Kräuternote.
Die Flüssigkeit wird nun über das Fleisch im Slow Cooker gegossen. Danach wird der Deckel geschlossen und der Braten bei niedriger Stufe etwa 8 Stunden gegart. Während dieser Zeit sollte der Deckel möglichst nicht ständig geöffnet werden, da sonst Wärme entweicht und sich die Garzeit verlängern kann.
Nach 8 Stunden sollte das Fleisch so zart sein, dass es sich leicht mit einer Gabel zerteilen lässt. Falls es noch fest wirkt, kann es weitere 30 bis 60 Minuten garen. Die genaue Garzeit hängt von der Größe und Beschaffenheit des Fleischstücks sowie vom jeweiligen Slow Cooker ab.
Wenn das Fleisch gar ist, wird es vorsichtig aus dem Slow Cooker genommen und auf ein Brett oder in eine große Schüssel gelegt. Mit zwei Gabeln wird es in Stücke gezupft. Dabei kann man größere Fettstücke entfernen, falls vorhanden. Das zerkleinerte Fleisch sollte saftig und weich sein.
Der Bratensaft aus dem Slow Cooker wird in einen Topf gegossen. Wer eine besonders feine Sauce möchte, kann die Flüssigkeit vorher durch ein Sieb geben. Die Zwiebeln können aber auch in der Sauce bleiben, da sie weich und aromatisch sind. Die Sauce wird auf dem Herd zum Köcheln gebracht.
In einer kleinen Schüssel werden Maisstärke und Wasser glatt verrührt. Diese Mischung wird langsam unter ständigem Rühren in die köchelnde Sauce gegeben. Nach wenigen Minuten dickt die Sauce an und bekommt eine samtige Konsistenz. Falls die Sauce zu dick wird, kann etwas Rinderbrühe oder Wasser hinzugefügt werden. Falls sie zu dünn bleibt, kann man eine kleine zusätzliche Menge Maisstärke mit Wasser anrühren und unterrühren.
Zubereitung des Kartoffelpürees
Während das Fleisch fertiggestellt wird, werden die Kartoffeln gekocht. Dafür werden die geschälten und gewürfelten Kartoffeln in einen großen Topf gegeben und mit kaltem Wasser bedeckt. Das Wasser wird großzügig gesalzen, damit die Kartoffeln bereits beim Kochen Geschmack aufnehmen.
Die Kartoffeln werden etwa 15 bis 20 Minuten gekocht, bis sie weich sind. Sie sind fertig, wenn man sie leicht mit einer Gabel durchstechen kann. Danach werden sie abgegossen und kurz ausdampfen gelassen. Dieser Schritt sorgt dafür, dass überschüssige Feuchtigkeit entweicht und das Püree später nicht wässrig wird.
Nun werden Butter und Milch zu den Kartoffeln gegeben. Anschließend werden sie mit einem Kartoffelstampfer zu einem glatten Püree verarbeitet. Wer ein besonders feines Püree möchte, kann eine Kartoffelpresse verwenden. Mit Salz und Pfeffer wird das Püree abgeschmeckt.
Die Milch sollte am besten warm sein, bevor sie zu den Kartoffeln kommt. Kalte Milch kann das Püree etwas schwerer und weniger cremig machen. Auch die Butter sollte weich oder leicht geschmolzen sein, damit sie sich gut verteilt.
Für eine reichhaltigere Variante kann zusätzlich ein kleiner Schuss Sahne verwendet werden. Für eine leichtere oder milchfreie Version eignen sich pflanzliche Milchalternativen und pflanzliche Butter.
Zubereitung des Mais
