rkzeug war über viele Jahrzehnte ein fester Bestandteil jedes Schuhgeschäfts.
Der Fuß wurde vorsichtig auf die Messplatte gestellt, meistens mit Socken, während der Verkäufer darauf achtete, dass die Ferse richtig anlag und die Zehen genügend Platz hatten. Anschließend wurden Länge und Breite sorgfältig abgelesen. Gerade bei Kindern war diese Messung besonders wichtig, denn ihre Füße wuchsen oft schneller, als Eltern bemerkten. Ein zu kleiner Schuh konnte das natürliche Wachstum beeinträchtigen und zu Druckstellen oder Fehlstellungen führen. Deshalb vertrauten viele Familien auf die Erfahrung der Schuhfachgeschäfte.
Für viele Menschen weckt dieser Anblick sofort Erinnerungen an ihre Kindheit. Man erinnert sich an die langen Regalreihen voller Schuhkartons, den Duft von Leder und neuen Schuhen sowie an die freundlichen Verkäufer, die scheinbar jede Schuhgröße auswendig kannten. Während die Eltern geduldig verschiedene Modelle auswählten, probierten die Kinder ein Paar nach dem anderen an und liefen einige Schritte durch das Geschäft, um zu testen, ob die Schuhe bequem saßen. Erst wenn alles perfekt passte, fiel die Entscheidung.
