Pflanzenchemie: Welche Wirkstoffe beim Räuchern freigesetzt werden
Die positiven Effekte beim Erhitzen oder glimmenden Verbrennen von Rosmarinzweigen basieren auf den sekundären Pflanzenstoffen, die im ätherischen Öl der Nadelblätter gespeichert sind. Bei Wärmeeinwirkung verdampfen diese Terpene und gelangen über den Rauch in die Raumluft:
- 1,8-Cineol (Eukalyptol): Dieser Hauptbestandteil des Rosmarinöls besitzt eine stark keimreduzierende, entzündungshemmende und schleimlösende Wirkung. In der Raumluft sorgt Cineol für eine spürbare Klärung der Atemwege und vermittelt ein Gefühl von Frische.
- Campher (Kampfer): Campher wirkt anregend auf das zentrale Nervensystem und das Herz-Kreislauf-System. Es fördert die Durchblutung und trägt zur Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit und Wachheit bei.
- Alpha-Pinen und Beta-Pinen: Diese Terpene verleihen dem Rosmarin sein charakteristisches, waldig-harziges Aroma. Sie wirken auf natürlichem Weg insektenabweisend und besitzen leicht antibakterielle Eigenschaften.
- Rosmarinsäure: Ein starkes Antioxidans, das beim schonenden Verglimmen antioxidative und aromatisierende Komponenten freisetzt.
