Menschen mit niedrigem Blutdruck
Sellerie kann bei manchen Menschen einen leichten Einfluss auf den Blutdruck haben. Wer ohnehin niedrigen Blutdruck hat oder blutdrucksenkende Medikamente nimmt, sollte große Mengen Selleriesaft nicht leichtfertig konsumieren.
Menschen mit Sellerieallergie
Sellerieallergien sind real und können schwer verlaufen. Besonders in Europa gehört Sellerie zu den relevanten Allergenen. Symptome können Juckreiz, Schwellungen, Hautausschlag, Nesselsucht, Atembeschwerden oder Kreislaufprobleme sein.
Wer nach Sellerie solche Reaktionen bemerkt, sollte ihn meiden und medizinischen Rat einholen.
Menschen mit empfindlichem Magen-Darm-Trakt
Große Mengen Selleriesaft können Blähungen, Bauchkrämpfe oder Durchfall verursachen. Das liegt unter anderem daran, dass Sellerie bestimmte Kohlenhydrate enthält, die empfindliche Personen nicht gut vertragen.
Deshalb ist es sinnvoll, mit kleinen Mengen zu beginnen und zu beobachten, wie der Körper reagiert.
Schwangere, Stillende und Kinder
Normale Mengen Sellerie in Speisen sind in der Regel unproblematisch. Selleriesaft sollte jedoch nicht als Entgiftungskur für Kinder, Schwangere oder Stillende verwendet werden. In diesen Lebensphasen ist eine ausgewogene Ernährung besonders wichtig. Einseitige Saftkuren sind dafür ungeeignet.
Pestizide und gründliches Waschen
Sellerie kann Pestizidrückstände enthalten, besonders wenn er konventionell angebaut wurde. Deshalb sollte man ihn gründlich waschen. Wer häufig Sellerie roh oder als Saft konsumiert und sich wegen Rückständen sorgt, kann Bio-Sellerie wählen.
Wichtig ist auch, die Stangen gut zu kontrollieren. Welke, schleimige oder unangenehm riechende Teile sollten entfernt werden.
So bereiten Sie Selleriesaft sicher zu
Selleriesaft ist einfach zuzubereiten. Wichtig ist, ihn als normales Lebensmittel zu betrachten, nicht als medizinische Behandlung.
Zutaten für etwa 2 Tassen
1 großer Bund frischer Sellerie, etwa 10 bis 12 Stangen
½ Zitrone, geschält, optional
1 kleiner grüner Apfel, optional für etwas Süße
Eiswürfel nach Wunsch
etwas kaltes Wasser, falls Sie den Mixer verwenden
Zubereitung mit dem Entsafter
Sellerie gründlich waschen.
Die Enden abschneiden und beschädigte Stellen entfernen.
Die Stangen in passende Stücke schneiden.
Den Sellerie durch den Entsafter geben.
Nach Wunsch etwas Zitrone hinzufügen.
Den Saft sofort trinken oder gut gekühlt aufbewahren.
Zubereitung im Mixer
Sellerie gründlich waschen und in etwa 2 bis 3 cm große Stücke schneiden.
Die Stücke mit etwa 120 ml kaltem Wasser in den Mixer geben.
Etwa 60 Sekunden auf hoher Stufe mixen, bis die Masse möglichst fein ist.
Die Mischung durch ein feines Sieb, ein Passiertuch oder einen Nussmilchbeutel drücken.
Den Saft auffangen und nach Geschmack mit etwas Zitronensaft verfeinern.
Wie viel Selleriesaft ist sinnvoll?
Eine vernünftige Portion liegt bei etwa 200 bis 250 ml. Das entspricht ungefähr einem normalen Glas. Mehr ist nicht automatisch besser.
Ein Liter Selleriesaft am Tag ist unnötig und kann bei manchen Menschen Beschwerden verursachen. Wer Selleriesaft neu ausprobiert, sollte mit einer kleinen Menge beginnen, zum Beispiel einem halben Glas, und die Verträglichkeit beobachten.
Der Körper braucht keine Saftflut. Er braucht Regelmäßigkeit, Vielfalt und eine insgesamt gute Ernährung.
Wie lange hält Selleriesaft?
Selleriesaft schmeckt frisch am besten. Nach dem Pressen oxidiert er schnell, verliert an Aroma und kann sich geschmacklich verändern. Wenn er aufbewahrt wird, sollte er in ein sauberes, verschlossenes Glas gefüllt und im Kühlschrank gelagert werden.
Am besten wird er innerhalb von 24 Stunden getrunken. Wenn der Saft unangenehm riecht, sich stark verfärbt oder seltsam schmeckt, sollte er entsorgt werden.
Warum mehrtägige Selleriesaftkuren keine gute Idee sind
Eine mehrtägige Kur nur mit Selleriesaft oder überwiegend mit Säften ist unausgewogen. Dem Körper fehlen dabei wichtige Nährstoffe wie Eiweiß, gesunde Fette, Ballaststoffe und ausreichend Energie.
Solche Kuren können kurzfristig zu Gewichtsverlust führen, aber häufig handelt es sich dabei vor allem um Wasserverlust und eine geringere Kalorienaufnahme. Sobald man normal isst, kommt das Gewicht oft zurück.
Außerdem können strenge Saftkuren Heißhunger, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Verdauungsprobleme fördern. Sie vermitteln auch eine falsche Vorstellung von Gesundheit: als wäre der Körper schmutzig und müsse regelmäßig gereinigt werden. Das ist kein sinnvoller Ansatz.
Gesundheit entsteht nicht durch extreme Kuren. Sie entsteht durch stabile Gewohnheiten.
Ganzer Sellerie ist oft die bessere Wahl
Wer Sellerie verträgt und mag, sollte ihn auch im Ganzen essen. Beim ganzen Gemüse bleiben die Ballaststoffe erhalten. Diese unterstützen die Verdauung, fördern die Sättigung und verlangsamen die Aufnahme von Nährstoffen.
Sellerie kann roh, gekocht, gedünstet oder angebraten gegessen werden. Er passt in viele Gerichte und bringt Frische sowie Würze.
