Das Reiswasser nicht einfach wegschütten
Nach dem Spülen bleibt trübes Wasser zurück, das normalerweise direkt im Abfluss landet. Doch genau dieses Wasser kann nach dem ursprünglichen Tipp noch für verschiedene Aufgaben im Haushalt oder Garten verwendet werden. Damit wird aus einem vermeintlichen Küchenrest eine Flüssigkeit, die sich noch einmal praktisch einsetzen lässt.
Die Wiederverwendung passt besonders gut zum Grundgedanken dieser Methode: Mit einfachen Mitteln bewusster arbeiten und vorhandene Ressourcen möglichst vollständig nutzen. Statt das Spülwasser automatisch wegzugießen, kann es zunächst aufgefangen und anschließend passend eingesetzt werden.
Im Artikel werden vier mögliche Verwendungen genannt:
- Zum Gießen von Pflanzen: Das Reiswasser kann zum Gießen verwendet werden. Seine enthaltenen Spurenelemente können auf diese Weise der Erde zugutekommen.
- Zum Reinigen von Obst und Gemüse: Auch hierfür lässt sich das aufgefangene Wasser verwenden. Seine leichte Säure kann dabei helfen, unerwünschte oberflächliche Rückstände zu lösen.
- Zum Entfetten von Geschirr: Bei oberflächlichen Fettspuren kann das Reiswasser ebenfalls eingesetzt werden. Dadurch erhält die Flüssigkeit noch eine praktische Verwendung, bevor sie entsorgt wird.
- Zum Abschwächen hartnäckiger Gerüche: Zusammen mit etwas Salz kann das Reiswasser verwendet werden, um intensive Gerüche von Fisch oder Fleisch abzumildern.
Damit verbindet die Methode die eigentliche Reiszubereitung mit einem einfachen Haushaltsgedanken. Das Wasser, das beim ein- oder zweimaligen Spülen ohnehin anfällt, muss nicht zwingend sofort entsorgt werden.
Das Spülwasser direkt auffangen
Wer das Reiswasser weiterverwenden möchte, sollte bereits beim Spülen daran denken. Da die Körner ohnehin in einer Schüssel mit Wasser vorsichtig bewegt werden, lässt sich die trübe Flüssigkeit anschließend auffangen, anstatt sie unmittelbar in den Abfluss zu gießen.
Das ist vor allem eine Frage der Organisation. Wer erst nach dem Abgießen daran denkt, dass das Wasser noch verwendet werden könnte, hat die Gelegenheit bereits verpasst. Deshalb lohnt es sich, die Wiederverwendung von Anfang an als Teil der Reisvorbereitung zu betrachten.
Auch hier ist kein kompliziertes Vorgehen erforderlich. Das Wasser entsteht ohnehin während des normalen Spülvorgangs. Es wird lediglich nicht sofort entsorgt, sondern für einen der bereits genannten Zwecke genutzt.
Typische Fehler bei dieser Methode vermeiden
So unkompliziert der Küchen-Trick ist, einige Details entscheiden darüber, ob er tatsächlich so umgesetzt wird, wie er gedacht ist. Der erste Punkt ist das übermäßige Waschen. Wer den Reis fünf- oder sechsmal spült, folgt nicht mehr der beschriebenen Methode. Eine bis maximal zwei leichte Spülungen sind vorgesehen.
Der zweite Punkt betrifft die Intensität des Spülens. Die Körner müssen nicht kräftig bearbeitet werden. Sanftes Bewegen in der Schüssel genügt. Das Wasser darf dabei trüb werden; es muss nach dem letzten Spülgang nicht vollkommen durchsichtig sein.
Der dritte wichtige Punkt ist die Menge des Essigs. Bei einem Kilogramm Reis sind lediglich 2 bis 3 Tropfen weißer Essig vorgesehen. Eine größere Menge ist nicht Teil dieses Tipps. Wer den Essig großzügig eingießt, verändert die ursprünglich beschriebene Dosierung.
Auch beim Salz gilt Zurückhaltung. Eine Prise genügt, um die Aromen zu unterstützen. Es geht nicht darum, den Reis stark zu salzen, sondern seinen Geschmack dezent hervorzuheben.
Schließlich sollte man nicht glauben, dass für diesen Trick eine neue Kochtechnik erforderlich ist. Nach der Vorbereitung wird der Reis weiterhin nach der üblichen Methode gegart. Die kleinen Veränderungen finden vor allem vor und zu Beginn des Kochens statt.
