Diese cremige Knoblauchsauce ist ein echter Alleskönner und in nur wenigen Minuten zubereitet. Sie schmeckt kräftig, frisch und wunderbar aromatisch. Die Kombination aus mildem Sauerrahm, cremigem Joghurt, frischem Schnittlauch und reichlich Knoblauch macht sie zur perfekten Begleitung für viele warme und kalte Gerichte.
Ob zu gegrilltem Fleisch, knusprigen Kartoffeln, frischem Brot, Gemüse, Döner, Gyros oder als Dip für eine gesellige Runde – diese Sauce passt nahezu immer. Sie benötigt keine komplizierten Zutaten, muss nicht gekocht werden und kann direkt nach dem Verrühren serviert werden.
Besonders aromatisch wird sie jedoch, wenn sie vor dem Servieren einige Zeit im Kühlschrank durchziehen darf. Dabei verteilt sich der Geschmack des Knoblauchs gleichmäßig in der cremigen Grundlage und verbindet sich mit der Frische des Schnittlauchs.
Die angegebene Menge Knoblauch sorgt für einen sehr intensiven Geschmack. Wer Knoblauch liebt, kann das Rezept unverändert zubereiten. Für eine mildere Variante lässt sich die Menge problemlos reduzieren.
Zutaten
- 1 Becher Sauerrahm
- 150 ml Naturjoghurt
- 1 Bund frischer Schnittlauch
- 12 Knoblauchzehen
- 1 Prise Salz
Nach Wunsch können zusätzlich schwarzer Pfeffer, Zitronensaft, Petersilie oder eine kleine Prise Zucker hinzugefügt werden.
Welcher Sauerrahm eignet sich?
Klassischer Sauerrahm besitzt eine angenehm cremige Konsistenz und eine leicht säuerliche Note. Er bildet eine ideale Grundlage für kalte Saucen und Dips.
Je nach Region kann auch Schmand oder saure Sahne verwendet werden. Schmand enthält meist mehr Fett und ergibt eine festere, reichhaltigere Sauce. Saure Sahne ist häufig etwas flüssiger und leichter.
Wird sehr dünnflüssige saure Sahne verwendet, kann die Joghurtmenge etwas reduziert werden. Alternativ lässt sich die fertige Sauce für eine Stunde in den Kühlschrank stellen, damit sie etwas fester wird.
Für eine besonders cremige Variante kann ein Teil des Sauerrahms durch Frischkäse ersetzt werden.
Den passenden Joghurt auswählen
Naturjoghurt mit einem mittleren Fettgehalt eignet sich besonders gut. Er sorgt für Frische, ohne die Sauce zu dünn zu machen.
Griechischer Joghurt ergibt eine dickere, cremigere Konsistenz. Bei seiner Verwendung kann die Sauce besonders gut als Dip zu Brot, Gemüsesticks oder Kartoffelspalten serviert werden.
Fettarmer Joghurt funktioniert ebenfalls, enthält jedoch häufig mehr Flüssigkeit. Die Sauce wird dadurch etwas dünner.
Gesüßter oder aromatisierter Joghurt ist für dieses Rezept nicht geeignet. Es sollte ausschließlich ungesüßter Naturjoghurt verwendet werden.
Knoblauch vorbereiten
Die Knoblauchzehen von der Knolle lösen und schälen.
Dafür die Zehen mit der flachen Seite eines Messers leicht andrücken. Die Schale lässt sich danach meist problemlos entfernen.
Anschließend den harten Wurzelansatz abschneiden.
Sehr große Knoblauchzehen können längs halbiert werden. Befindet sich in der Mitte ein deutlich sichtbarer grüner Keim, kann dieser entfernt werden. Er schmeckt manchmal etwas bitter und kann den Knoblauchgeschmack besonders scharf wirken lassen.
Knoblauch pressen oder hacken
Für eine sehr gleichmäßige und intensive Sauce werden die Knoblauchzehen am besten durch eine Knoblauchpresse gedrückt.
Alternativ können sie mit einem scharfen Messer sehr fein gehackt werden.
Wer eine besonders glatte Sauce bevorzugt, kann den Knoblauch zusammen mit einem kleinen Teil des Joghurts kurz pürieren.
Grob gehackter Knoblauch verteilt sich weniger gleichmäßig und kann beim Essen sehr kräftige Einzelstücke bilden. Für diese Sauce ist deshalb eine möglichst feine Verarbeitung empfehlenswert.
Knoblauch mit Salz zerreiben
Eine traditionelle Methode besteht darin, den fein gehackten Knoblauch mit einer Prise Salz zu einer Paste zu zerreiben.
Dafür den gehackten Knoblauch auf ein Schneidebrett legen, mit Salz bestreuen und mit der flachen Seite eines großen Messers mehrmals über die Mischung streichen.
Das Salz wirkt dabei leicht abrasiv und hilft, die Knoblauchstücke zu einer feinen Paste zu verarbeiten.
Diese Methode sorgt dafür, dass sich der Knoblauch besonders gleichmäßig in der Sauce verteilt.
Schnittlauch vorbereiten
Den frischen Schnittlauch gründlich unter kaltem Wasser abspülen.
Anschließend trocken schütteln oder vorsichtig mit Küchenpapier abtupfen.
Der Schnittlauch sollte vor dem Schneiden möglichst trocken sein, damit keine zusätzliche Flüssigkeit in die Sauce gelangt.
Die Halme bündeln und mit einem scharfen Messer in feine Röllchen schneiden.
Ein stumpfes Messer kann den Schnittlauch zerquetschen. Dadurch verliert er schneller seine frische Farbe und kann wässrig werden.
Einen kleinen Teil des geschnittenen Schnittlauchs für die Dekoration beiseitelegen.
Sauce zubereiten
Den Sauerrahm in eine mittelgroße Schüssel geben.
Den Naturjoghurt hinzufügen und beide Zutaten mit einem Schneebesen oder Löffel glatt rühren.
Anschließend den gepressten oder fein gehackten Knoblauch dazugeben.
Den geschnittenen Schnittlauch unterrühren.
Mit einer Prise Salz würzen und alles gründlich vermischen.
Die Zubereitung dauert tatsächlich nur wenige Minuten. Direkt nach dem Verrühren kann die Sauce bereits serviert werden.
Sauce richtig abschmecken
Nach dem ersten Verrühren eine kleine Menge der Sauce probieren.
Bei Bedarf etwas mehr Salz hinzufügen.
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer passt ebenfalls sehr gut. Er sollte jedoch sparsam verwendet werden, damit er den Knoblauchgeschmack nicht überdeckt.
Ein kleiner Spritzer Zitronensaft macht die Sauce frischer und gleicht die cremige Grundlage aus.
Ist die Sauce sehr säuerlich, kann eine winzige Prise Zucker den Geschmack abrunden. Die Sauce soll dadurch nicht süß werden, sondern nur harmonischer schmecken.
Warum die Sauce durchziehen sollte
Die Knoblauchsauce kann sofort gegessen werden, entwickelt aber nach einiger Zeit einen deutlich runderen Geschmack.
Die Schüssel abdecken und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Noch besser schmeckt die Sauce nach ein bis zwei Stunden.
Während der Ruhezeit gibt der Knoblauch sein Aroma an Sauerrahm und Joghurt ab. Auch der Geschmack des Schnittlauchs verteilt sich gleichmäßiger.
Nach dem Durchziehen die Sauce noch einmal umrühren und erneut abschmecken.
Knoblauch kann mit der Zeit kräftiger werden. Deshalb sollte nicht sofort nach dem Verrühren zu viel zusätzlicher Knoblauch hinzugefügt werden.
Die Knoblauchmenge anpassen
Zwölf Knoblauchzehen ergeben eine ausgesprochen kräftige Sauce.
Für eine mildere Variante reichen vier bis sechs Zehen.
Wer einen mittleren Knoblauchgeschmack bevorzugt, kann etwa sieben bis neun Zehen verwenden.
Auch die Größe und Frische der Knoblauchzehen spielt eine Rolle. Junger, frischer Knoblauch schmeckt oft milder, während länger gelagerter Knoblauch schärfer wirken kann.
Es ist deshalb sinnvoll, zunächst etwas weniger Knoblauch einzurühren und die Sauce nach der Ruhezeit erneut zu probieren.
Milde Variante mit geröstetem Knoblauch
Wer das Aroma von Knoblauch mag, aber seine Schärfe reduzieren möchte, kann die Zehen vorher rösten.
Dafür die ungeschälten Zehen mit wenig Öl beträufeln und bei etwa 180 Grad im Backofen weich garen.
Nach dem Abkühlen das weiche Innere aus der Schale drücken und mit einer Gabel zerdrücken.
Gerösteter Knoblauch schmeckt milder, leicht süßlich und besonders aromatisch.
Da das Rösten zusätzliche Zeit benötigt, ist diese Variante nicht mehr in drei Minuten fertig. Geschmacklich lohnt sich die Vorbereitung jedoch.
Cremigere Variante
Für eine besonders feste und reichhaltige Sauce können zwei bis drei Esslöffel Frischkäse hinzugefügt werden.
Den Frischkäse zunächst mit dem Sauerrahm glatt rühren und anschließend den Joghurt einarbeiten.
Auch griechischer Joghurt sorgt für eine dickere Konsistenz.
Diese Variante eignet sich besonders als Dip für Brot, Cracker oder rohes Gemüse.
