1. Es kann trockene Haut geschmeidiger machen
Der wichtigste und realistischste Vorteil liegt in der Pflege trockener Haut. Babyöl hilft, die Hautoberfläche weicher zu machen und Feuchtigkeitsverlust zu verringern. Wenn die Haut trocken, rau oder gespannt wirkt, kann eine kleine Menge Öl helfen, sie glatter erscheinen zu lassen.
Trockene Haut zeigt feine Linien oft deutlicher. Wird die Haut gut gepflegt und mit Feuchtigkeit versorgt, können solche Trockenheitslinien vorübergehend weniger sichtbar wirken. Das bedeutet jedoch nicht, dass echte Falten verschwinden. Die Haut sieht lediglich gepflegter, glatter und frischer aus.
2. Es kann die Haut durch Massage frischer wirken lassen
Wenn das Öl sanft einmassiert wird, wird die Hautoberfläche stimuliert. Eine ruhige Gesichtsmassage kann helfen, die Haut kurzfristig rosiger und lebendiger erscheinen zu lassen. Die Massage sollte jedoch immer sehr vorsichtig erfolgen, besonders im Gesicht.
Zu starkes Reiben ist keine gute Idee. Es kann die Haut reizen, die Hautbarriere schwächen und Rötungen verursachen. Deshalb sollte das Öl mit langsamen, sanften Bewegungen aufgetragen werden. Besonders im Bereich der Augen ist Vorsicht nötig. Dort sollte das Nelkenöl nicht verwendet werden.
3. Es kann das Hautbild gepflegter erscheinen lassen
Regelmäßige Pflege kann dazu beitragen, dass die Haut gleichmäßiger und gesünder aussieht. Wenn die Haut trocken und fahl wirkt, kann ein Öl ihr mehr Glanz und Geschmeidigkeit verleihen. Dieser Effekt entsteht vor allem durch die rückfettende Wirkung des Babyöls.
Bei dunklen Flecken, Aknenarben oder Sonnenflecken sollte man jedoch realistisch bleiben. Nelkenöl kann solche Pigmentierungen nicht sicher entfernen. Wer Pigmentflecken sichtbar aufhellen möchte, braucht in der Regel konsequenten Sonnenschutz und gut verträgliche Wirkstoffe, die für diesen Zweck entwickelt wurden. Das Hausmittel kann höchstens eine ergänzende Pflege sein, aber keine gezielte Behandlung ersetzen.
4. Es kann bei gelegentlichen Unreinheiten unterstützend wirken
Nelken werden wegen ihrer natürlichen antibakteriellen Eigenschaften geschätzt. Manche Menschen verwenden stark verdünnte Nelkenprodukte punktuell bei kleinen Unreinheiten. Dennoch ist Vorsicht geboten: Gerade zu Unreinheiten neigende Haut kann auf Öl empfindlich reagieren. Babyöl kann bei manchen Hauttypen Poren verstopfen oder das Hautgefühl verschlechtern.
Wer zu Akne, fettiger Haut oder verstopften Poren neigt, sollte dieses Hausmittel nicht großflächig im Gesicht anwenden. In diesem Fall ist ein kurzer Verträglichkeitstest besonders wichtig.
Zutaten für selbstgemachtes Nelken-Babyöl
Für die einfache Variante benötigen Sie nur wenige Zutaten:
2 bis 3 Esslöffel ganze Nelken
1 Tasse Babyöl
1 sauberes Glas mit Deckel
Ein kleines Sieb oder ein sauberes Tuch zum Abseihen
Verwenden Sie möglichst ganze Nelken und kein Nelkenpulver. Pulver lässt sich schwerer abseihen, kann Rückstände im Öl hinterlassen und die Haut stärker reizen. Ganze Nelken sind für diese Art von Ansatz besser geeignet.
Zubereitung Schritt für Schritt
Drücken Sie die ganzen Nelken leicht an. Sie sollen nicht zu Pulver zermahlen werden. Es reicht, wenn sie etwas aufbrechen, damit ihr Aroma besser an das Öl abgegeben werden kann.
Geben Sie die Nelken anschließend in ein sauberes, trockenes Glas. Gießen Sie das Babyöl darüber, bis die Nelken vollständig bedeckt sind. Verschließen Sie das Glas gut.
Stellen Sie das Glas an einen kühlen, dunklen Ort. Lassen Sie die Mischung etwa 7 bis 10 Tage ziehen. Schütteln Sie das Glas einmal täglich vorsichtig, damit sich die Bestandteile gleichmäßig verteilen.
Nach der Ziehzeit können Sie das Öl durch ein feines Sieb oder ein sauberes Tuch abseihen. Dadurch werden die Nelken entfernt und das Öl lässt sich angenehmer anwenden. Bewahren Sie das fertige Öl in einer sauberen Flasche oder einem gut verschlossenen Glas auf.
So wenden Sie das Öl richtig an
Das Öl sollte nur sparsam verwendet werden. Zwei bis drei Tropfen reichen für kleine Hautbereiche völlig aus. Tragen Sie es am besten abends auf die gereinigte Haut auf. Massieren Sie es sanft ein und vermeiden Sie dabei die Augenpartie, die Lippen und gereizte Hautstellen.
Für das Gesicht genügt eine Anwendung zwei- bis dreimal pro Woche. Eine tägliche Anwendung ist nicht empfehlenswert, weil Nelken intensive Pflanzenstoffe enthalten und die Haut bei zu häufiger Nutzung gereizt reagieren kann.
Für sehr trockene Körperstellen, zum Beispiel Ellenbogen, Knie oder Schienbeine, kann das Öl ebenfalls sparsam verwendet werden. Auch hier gilt: Weniger ist besser. Eine kleine Menge reicht aus, um die Haut geschmeidiger zu machen.
Hautverträglichkeitstest vor der ersten Anwendung
Bevor Sie das Öl im Gesicht oder auf größeren Hautstellen verwenden, sollten Sie unbedingt einen Hautverträglichkeitstest machen. Geben Sie einen kleinen Tropfen des Öls auf eine unauffällige Stelle, zum Beispiel an die Innenseite des Unterarms. Warten Sie 24 Stunden.
Wenn keine Rötung, kein Brennen, kein Juckreiz und keine Schwellung auftreten, wird das Öl wahrscheinlich besser vertragen. Treten Beschwerden auf, sollten Sie das Öl nicht verwenden.
Dieser Schritt ist wichtig, weil Nelken sehr stark sein können. Auch natürliche Zutaten können Hautreizungen oder allergische Reaktionen auslösen.
