Dehydrierung, Übergewicht und bestimmte Medikamente, wie beispielsweise Diuretika zur Behandlung von Bluthochdruck, können ebenfalls zu erhöhten Harnsäurewerten beitragen. Stress, sowohl körperlicher als auch seelischer, ist ein weiterer möglicher Auslöser, da er zu Lebensstiländerungen führen kann, die Gicht verschlimmern.
8. Wie Ärzte Gicht diagnostizieren und wie die Behandlung aussieht
Ärzte diagnostizieren Gicht in der Regel durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung und Tests. Eine sichere Diagnose wird oft durch die Entnahme von Gelenkflüssigkeit und deren mikroskopische Untersuchung auf Harnsäurekristalle gestellt. Bluttests zur Messung des Harnsäurespiegels können ebenfalls Hinweise liefern, sind aber allein nicht aussagekräftig.
Die Behandlung besteht üblicherweise aus Medikamenten zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen, wie beispielsweise NSAR, Kortikosteroiden oder Colchicin. Eine Langzeitbehandlung kann Medikamente umfassen, die die Harnsäureproduktion senken oder deren Ausscheidung fördern, kombiniert mit Anpassungen des Lebensstils und der Ernährung, um zukünftigen Anfällen vorzubeugen. 9. Vorbeugung des nächsten Anfalls: Ernährung, Lebensstil und Langzeitmedikation
Um zukünftigen Gichtanfällen vorzubeugen, ist es wichtig, den Harnsäurespiegel durch eine Kombination aus Lebensstiländerungen und Medikamenten zu kontrollieren. Eine Ernährungsumstellung, wie die Reduzierung purinreicher Lebensmittel und Alkohol, kann wirksam sein. Auch eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr und eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten sind hilfreich.
Bei manchen Betroffenen kann eine Langzeitmedikation erforderlich sein, beispielsweise Allopurinol, das die Harnsäureproduktion hemmt, oder Probenecid, das die Harnsäureausscheidung fördert. Regelmäßige Kontrollen und Rücksprache mit einem Arzt sind unerlässlich, um die Behandlung anzupassen und Komplikationen vorzubeugen.
