Der stille Beweis, von dem ich nicht wusste, dass ich ihn brauchte: Ein Supermarktgang und die Form der Liebe

Dort, ordentlich zwischen den Lebensmitteln gelegen, befand sich genau die Marke und Sorte von Damenbinden, die ich immer kaufe. Keine annähernd gleiche. Nichts, was auch nur entfernt ähnlich wäre. Genau die gleichen, bis ins kleinste Detail.

Ich starrte sie einen Moment länger an als nötig, und ein Lachen entfuhr mir, bevor ich es unterdrücken konnte. „Moment“, sagte ich, hob das Päckchen auf und drehte es in meinen Händen, als könnte es sich in etwas anderes auflösen. „Woher wusstet ihr, dass das die richtigen sind?“

Er warf mir einen Blick zu, bemerkte meinen Gesichtsausdruck und lächelte – etwas schief, etwas schüchtern. Er zuckte mit den Achseln und rieb sich den Nacken, so wie er es immer tat, wenn er insgeheim stolz war, es aber nicht an die große Glocke hängen wollte. „Ich habe dich schon so oft dabei beobachtet“, sagte er. „Ich schätze, es ist einfach … hängen geblieben.“

Etwas in meiner Brust löste sich. Nicht auf einmal, sondern sanft, wie ein Knoten, der sich langsam löst. Es war keine große Geste. Keine Blumen, keine dramatischen Reden, keine pathetischen Erklärungen. Und doch traf mich gerade diese Schlichtheit viel tiefer als alles Extravagante es je hätte tun können.

Er hatte nicht gefragt. Er hatte nicht geraten. Er hatte sich erinnert.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *