Oregano Orejón – Eine aromatische Heil- und Gewürzpflanze für das allgemeine Wohlbefinden

Einführung

Oregano Orejón, botanisch als Plectranthus amboinicus bekannt, ist eine auffällige aromatische Pflanze mit großen, fleischigen und leicht behaarten Blättern. Je nach Region wird sie auch Kubanischer Oregano, Mexikanische Minze, Indischer Borretsch, Jamaika-Thymian oder Breitblättriger Thymian genannt.

Die Pflanze zeichnet sich durch einen intensiven, würzigen Duft aus, der an eine Mischung aus Oregano, Thymian, Minze und Kampfer erinnert. Ihre Blätter werden in vielen tropischen und subtropischen Ländern sowohl zum Würzen von Speisen als auch in traditionellen Hausmitteln verwendet.

Ursprünglich stammt die Art vermutlich aus Teilen Afrikas und Asiens. Heute wächst sie unter anderem in der Karibik, in Lateinamerika, in Indien, Südostasien und in zahlreichen warmen Regionen der Welt. Da sie relativ pflegeleicht ist, lässt sie sich auch in einem Topf auf dem Balkon, auf der Terrasse oder an einem hellen Fenster kultivieren.

In der traditionellen Pflanzenheilkunde wird Oregano Orejón vor allem bei Husten, Halsschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Blähungen und leichten Entzündungen eingesetzt. Teilweise wird der Pflanze auch eine positive Wirkung auf die Augen und die Sehkraft zugeschrieben. Solche Aussagen sollten jedoch vorsichtig betrachtet werden.

Es gibt keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege dafür, dass Oregano Orejón einen Grauen Star heilen, auflösen oder das Sehvermögen bei schweren Augenerkrankungen wiederherstellen kann. Ein Katarakt entsteht durch eine zunehmende Eintrübung der Augenlinse und sollte immer von einer Augenärztin oder einem Augenarzt untersucht werden.

Oregano Orejón kann dennoch als aromatisches Lebensmittel und als Bestandteil eines abwechslungsreichen Lebensstils genutzt werden.

Was ist Oregano Orejón?

Plectranthus amboinicus gehört zur Familie der Lippenblütler. Zu dieser Pflanzenfamilie zählen auch bekannte Kräuter wie Minze, Basilikum, Rosmarin, Salbei, Thymian und klassischer Oregano.

Trotz seines Namens ist Oregano Orejón nicht mit dem gewöhnlichen mediterranen Oregano identisch. Beide Pflanzen besitzen ein würziges Aroma, unterscheiden sich jedoch in ihrem Aussehen, ihrer botanischen Zugehörigkeit und teilweise auch in der Zusammensetzung ihrer Pflanzenstoffe.

Die Blätter von Oregano Orejón sind:

  • dick und saftig,
  • hell- bis dunkelgrün,
  • am Rand leicht gezähnt,
  • weich behaart,
  • stark aromatisch,
  • meist rundlich oder eiförmig.

Beim Zerreiben der Blätter werden ätherische Duftstoffe freigesetzt. Deshalb genügt häufig bereits eine kleine Menge, um Suppen, Soßen, Fleischgerichte oder Gemüse kräftig zu würzen.

Welche Inhaltsstoffe enthält die Pflanze?

Oregano Orejón enthält unterschiedliche sekundäre Pflanzenstoffe. Dazu gehören je nach Anbaugebiet, Erntezeitpunkt und Pflanzenteil verschiedene ätherische Öle, Flavonoide, Phenolverbindungen und weitere aromatische Substanzen.

Häufig untersucht werden unter anderem Bestandteile wie:

  • Carvacrol,
  • Thymol,
  • Eugenol,
  • Rosmarinsäure,
  • verschiedene Terpene,
  • antioxidativ wirkende Pflanzenstoffe.

Die genaue Zusammensetzung kann stark schwanken. Eine Pflanze, die in trockenem und sonnigem Klima wächst, kann beispielsweise eine andere Konzentration an ätherischen Ölen aufweisen als eine Pflanze, die im Schatten oder in feuchter Erde gezogen wurde.

Laboruntersuchungen deuten darauf hin, dass einige dieser Stoffe antioxidative oder antimikrobielle Eigenschaften besitzen können. Ergebnisse aus dem Labor lassen sich jedoch nicht automatisch auf eine konkrete Behandlung beim Menschen übertragen.

Ein Aufguss aus wenigen Blättern ist deshalb nicht mit einem konzentrierten Extrakt oder einem ätherischen Öl gleichzusetzen.

Mögliche Bedeutung für die Augengesundheit

Antioxidantien und der Schutz der Zellen

Die Augen sind täglich Licht, Sauerstoff und verschiedenen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Dabei entstehen im Körper freie Radikale. In normaler Menge gehören sie zu natürlichen Stoffwechselprozessen. Bei einem Ungleichgewicht können sie jedoch Zellstrukturen belasten.

Antioxidantien aus Gemüse, Obst, Kräutern und anderen pflanzlichen Lebensmitteln helfen dem Körper, mit oxidativem Stress umzugehen. Auch Oregano Orejón enthält Pflanzenstoffe mit antioxidativem Potenzial.

Das bedeutet jedoch nicht, dass das Kraut eine bestehende Augenerkrankung behandeln kann. Es kann höchstens als Teil einer abwechslungsreichen, pflanzenreichen Ernährung betrachtet werden.

Kann Oregano Orejón einen Grauen Star lindern?

In verschiedenen traditionellen Anwendungen wird die Pflanze mit einer Verbesserung der Sehkraft oder einer Linderung von Augenbeschwerden in Verbindung gebracht. Für eine Behandlung des Grauen Stars fehlen jedoch verlässliche klinische Nachweise.

Ein Grauer Star kann sich unter anderem durch folgende Beschwerden bemerkbar machen:

  • verschwommenes oder nebliges Sehen,
  • stärkere Blendempfindlichkeit,
  • schlechteres Sehen in der Dämmerung,
  • verblassende Farben,
  • häufig wechselnde Brillenstärken,
  • Lichthöfe um Lampen,
  • zunehmende Schwierigkeiten beim Lesen oder Autofahren.

Wer solche Symptome feststellt, sollte eine augenärztliche Untersuchung vereinbaren. Hausmittel, Kräuteraufgüsse oder selbst hergestellte Tropfen dürfen nicht direkt in die Augen gegeben werden. Pflanzensäfte können Keime, reizende Stoffe oder Schmutzpartikel enthalten und dadurch Entzündungen oder Verletzungen verursachen.

Ernährung für gesunde Augen

Für die Augengesundheit ist nicht ein einzelnes Kraut entscheidend, sondern die gesamte Lebensweise. Eine ausgewogene Ernährung kann Lebensmittel enthalten, die reich an Vitamin C, Vitamin E, Zink, Omega-3-Fettsäuren, Lutein, Zeaxanthin und Beta-Carotin sind.

Geeignete Lebensmittel sind beispielsweise:

  • dunkelgrünes Blattgemüse,
  • Brokkoli,
  • Karotten,
  • Paprika,
  • Beeren,
  • Zitrusfrüchte,
  • Eier,
  • Nüsse,
  • Hülsenfrüchte,
  • fettreicher Fisch,
  • Vollkornprodukte.

Oregano Orejón kann in kleinen Mengen ergänzend als Gewürz verwendet werden, sollte aber nicht als alleinige Maßnahme zum Schutz der Augen betrachtet werden.

Traditionelle Anwendung bei Husten und Halsschmerzen

Oregano Orejón wird traditionell besonders häufig bei Erkältungsbeschwerden verwendet. Die aromatischen Blätter werden als Tee zubereitet, mit Honig kombiniert oder zum Inhalieren genutzt.

Ein warmer Kräuteraufguss kann den Hals befeuchten und als angenehm empfunden werden. Das Trinken warmer Flüssigkeit kann außerdem dabei helfen, zähen Schleim etwas zu lösen und ein gereiztes Gefühl im Rachen zu beruhigen.

Honig kann bei Erwachsenen und Kindern über einem Jahr ebenfalls wohltuend bei Husten wirken. Säuglinge unter zwölf Monaten dürfen keinen Honig erhalten, da die Gefahr von Säuglingsbotulismus besteht.

Bei anhaltendem Husten, Atemnot, hohem Fieber, Brustschmerzen, blutigem Auswurf oder Beschwerden über mehrere Tage ist eine medizinische Untersuchung notwendig.

Mögliche antibakterielle Eigenschaften

Einige Pflanzenbestandteile von Plectranthus amboinicus zeigen in Laborversuchen eine hemmende Wirkung auf bestimmte Mikroorganismen. Dies ist einer der Gründe, weshalb die Pflanze traditionell bei Halsbeschwerden oder kleineren Hautproblemen verwendet wird.

Solche Laborergebnisse bedeuten aber nicht, dass ein einfacher Tee eine bakterielle Infektion sicher behandeln kann. Bei einer starken Mandelentzündung, einer Lungenentzündung, einer infizierten Wunde oder anderen bakteriellen Erkrankungen darf die Pflanze keine medizinische Therapie ersetzen.

Besonders konzentrierte ätherische Öle sollten nicht unverdünnt geschluckt oder direkt auf empfindliche Haut aufgetragen werden.

Unterstützung der Verdauung

Aromatische Kräuter werden seit Jahrhunderten nach schweren oder fettreichen Mahlzeiten eingesetzt. Auch Oregano Orejón wird traditionell bei folgenden Beschwerden verwendet:

  • Blähungen,
  • Völlegefühl,
  • leichten Magenkrämpfen,
  • träger Verdauung,
  • Appetitlosigkeit,
  • unangenehmem Druck nach dem Essen.

Ein warmer Aufguss kann entspannend wirken und die Flüssigkeitszufuhr unterstützen. Außerdem kann der kräftige Duft der Blätter den Appetit anregen.

Bei starken oder wiederkehrenden Bauchschmerzen, anhaltendem Durchfall, Blut im Stuhl, Gewichtsverlust, häufigem Erbrechen oder nächtlichen Beschwerden sollte jedoch ärztlicher Rat eingeholt werden.

Entzündungshemmende Eigenschaften

Die Pflanze enthält verschiedene Phenole und ätherische Bestandteile, die in experimentellen Untersuchungen entzündungshemmende Eigenschaften zeigen können. In der Volksmedizin wird sie deshalb manchmal bei Gelenkbeschwerden, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen oder leichten Schwellungen eingesetzt.

Für eine zuverlässige Behandlung chronischer Entzündungen, Arthritis, starker Zahnschmerzen oder Migräne reichen die bisherigen Erkenntnisse jedoch nicht aus.

Zahnschmerzen können beispielsweise auf Karies, eine Entzündung der Zahnwurzel oder eine Infektion hindeuten. Ein Kräuterblatt kann den

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