Was wäre, wenn schon eine kleine Veränderung bei der Zubereitung ausreichen würde, um alltäglichen Reis deutlich lockerer, aromatischer und angenehmer in der Konsistenz zu machen? Reis gehört in vielen Küchen zu den selbstverständlichsten Beilagen überhaupt. Gerade deshalb wird seiner Zubereitung häufig weniger Aufmerksamkeit geschenkt als aufwendigeren Gerichten. Dabei können bereits wenige einfache Handgriffe einen spürbaren Unterschied machen.
Entscheidend ist nicht unbedingt eine komplizierte Kochtechnik. Vielmehr kommt es darauf an, wie der Reis vor dem Kochen behandelt wird und was anschließend ins Kochwasser gelangt. Ein zurückhaltendes Spülen, eine Prise Salz und einige wenige Tropfen weißer Essig bilden dabei eine einfache Kombination, die sich problemlos in die gewohnte Zubereitung integrieren lässt.
Der Vorteil: Die eigene Kochmethode muss dafür nicht vollständig verändert werden. Ob der Reis gedämpft, in Wasser gegart oder im Reiskocher zubereitet wird, die grundlegenden Schritte bleiben vertraut. Es geht vielmehr um kleine Details vor und während des Kochens, die im Alltag leicht übersehen werden.
Schluss mit übermäßigem Spülen der Reiskörner
Viele Menschen waschen Reis sehr gründlich und wechseln das Wasser dabei immer wieder, weil sie davon ausgehen, dass möglichst klares Wasser automatisch ein besseres Ergebnis bedeutet. Doch nach der hier beschriebenen Methode ist ein derart intensives Spülen nicht notwendig. Durch übermäßiges Waschen kann der Reis einen Teil seiner ernährungsphysiologischen Eigenschaften verlieren. Gleichzeitig können Geschmack und spätere Textur weniger interessant ausfallen.
Die empfohlene Vorgehensweise ist deshalb wesentlich zurückhaltender: Den Reis lediglich ein- bis zweimal leicht spülen. Das genügt, um oberflächliche Verunreinigungen zu entfernen, ohne die Körner unnötig lange mit Wasser zu bearbeiten.
Dafür werden die Reiskörner in eine Schüssel mit Wasser gegeben und vorsichtig bewegt. Es ist nicht nötig, sie kräftig zu reiben, zu drücken oder lange im Wasser zu bearbeiten. Eine sanfte Bewegung reicht aus. Das Wasser wird dabei trüb, weil sich Stoffe von der Oberfläche der Körner lösen. Anschließend wird dieses trübe Wasser abgegossen.
Wer den Vorgang ein zweites Mal wiederholt, sollte ebenso behutsam vorgehen. Ziel ist ausdrücklich nicht, so lange zu spülen, bis das Wasser vollkommen klar erscheint. Eine oder zwei leichte Spülungen sind nach dieser Methode ausreichend.
